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Breitbandversorgung in Staufen (Stand 1.12.2014)

 

Stand der Breitbandversorgung in Staufen

Aufgrund akuter Unterversorgung mit Telekommunikation insbesondere in den Ortsteilen Grunern und Wettelbrunn (teilweise < 1 MBit/s) aber auch im Gewerbegebiet Gaisgraben stellte sich für die Stadt Staufen zunehmend die Frage, wie diese Situation verbessert werden könnte. Im Jahr 2012 warf die bevorstehende Erschließung des Baugebietes Rundacker II neue Überlegungen auf. Zum Aufbau einer zeitgemäßen Glasfaserinfrastruktur im Baugebiet Rundacker II, verlangten die großen Telekommunikationsunternehmen erhebliche Beträge von der Stadt Staufen. Eine in Auftrag gegebene Untersuchung ergab, dass mit überschaubaren und refinanzierbaren Mehrkosten die Stadt selbst eine Infrastruktur im NGA-Standard (zukunftsfähige Technologie) bereitstellen könnte. Hierbei war hilfreich, dass die SWEG entlang der Bahnlinie im Zuge der Elektrifizierung bereits Glasfaserleitungen verlegt hat. Da Staufen von den Backbones in der Oberrheinebene kilometerweit entfernt liegt, ergab sich dadurch die Möglichkeit der Mitnutzung und damit ein kostengünstiger Anschluss an die auf den Backbones liegenden Dienste.

Die Glasfaserinfrastruktur entlang der SWEG Bahnlinie wird auch durch die Stadt Bad Krozingen und künftig auch durch die Gemeinde Münstertal mitgenutzt. Ebenso ist die Strecke Bad Krozingen - Staufen Teil eines interkommunalen Breitbandprojektes mit anderen Gemeinden.

 

Breitbandinitiative II des Landes Baden-Württemberg führte zu einem interkommunalen Projekt

Ein Teil der Maßnahmen in Staufen wird durch die Breitbandinitiative II des Landes gefördert. Für interkommunale Projekte erhält man einen Förderzuschlag. Nicht zuletzt dadurch fügte es sich, dass der Breitbandausbau interkommunal erfolgt. Die Kommunen Bad Krozingen, Staufen, Münstertal und Ballrechten-Dottingen fanden sich zusammen, um in einem interkommunalen Projekt zusammenzuarbeiten. Diese gemeindeübergreifende Zusammenarbeit erweiterte sich inzwischen auch  auf die Gemeinde Buggingen sowie die Städte Sulzburg, Müllheim und Neuenburg.

Gründung des Eigenbetriebes Breitbandnetz

Die Stadt Staufen hat zur Entwicklung des Breitbandnetzes einen Eigenbetrieb Breitbandnetz gegründet. Damit ist nachvollziehbar, dass der Ausbau des Netzes nach wirtschaftlichen Grundsätzen  erfolgen wird. Die Refinanzierung der Investitionen in das Breitbandnetz wird über Pachteinnahmen aus der Betriebsführung und Kostenersätzen für Hausanschlüsse erfolgen.

Ausbaumaßnahmen in Staufen (Stand September 2014)

Die Erschließung des Baugebietes Rundacker II  mit FTTB/H (Glasfaser ins Haus) hat Priorität. Die  Leerrohre wurden während der Erschließungsarbeiten zusammen mit den anderen Ver- und Entsorgungsleitungen bereits an die Grundstücksgrenzen gelegt. Derzeit werden die ersten, sich im Bau befindlichen Häuser, von der Stadtwerke MüllheimStaufen GmbH mit Leerrohren angeschlossen. Die Verlegung der Kabelschutzrohre vom Übergabepunkt an der SWEG Bahnlinie zum Baugebiet Rundacker II ist in Teilen bereits erfolgt. Die Reststrecke ist beauftragt und wird dieser Tage begonnen.


Das Baugebiet Rundacker II

Betreiber der Breitbanddienste ist im Gebiet Rundacker II die Fa. MKTH, Hohentengen, die sich der Stiegeler IT, Schönau als Dienstleister bedient. Der Betreiber ist im Rahmen einer europaweiten Ausschreibung zusammen mit der Stadt Bad Krozingen für das Gebiet „Gärtnerei Lorenz“ ermittelt worden. Die Stiegeler IT betreibt weitere Projekte in Nachbargemeinden beispielsweise auch das Neubaugebiet Kurgarten in Bad Krozingen. Bauherren im Gebiet Rundacker II können sich vom Betreiber Stiegeler IT (www.stiegeler.com) ein Angebot zur Versorgung mit Breitbanddiensten geben lassen. Grundsätzlich ist auch die Versorgung über andere Diensteanbieter (Open Access) möglich, falls Ihnen ein entsprechendes Angebot vorgelegt wird. Unabhängig davon raten wir den Anschlussnehmern zu einem Preis-/Leistungsvergleich.

Neubaugebiete werden durch die Breitbandinitiative II nicht gefördert.


Verbesserung der Breitbandversorgung in Grunern und Wettelbrunn

Im Anschluss an Rundacker II werden die Leerrohre nach Grunern und Wettelbrunn verlegt. In Grunern und Wettelbrunn ist vorläufig eine FTTC-Versorgung  angestrebt. Dies bedeutet, dass zunächst die Kabelverzweiger der Telekom mit Glasfaser erschlossen werden. Die Versorgung der Häuser erfolgt wie bisher über die bestehende Technik. Gegen einen monatlichen Aufpreis kann man vom Betreiber erhebliche Verbesserungen der Netzgeschwindigkeit erhalten. Eine FTTB/H Planung liegt als Masterplan für Grunern und Wettelbrunn vor, so dass ein dem Bedarf und der Wirtschaftlichkeit angepasster  Ausbau in Zukunft erfolgen kann. Sollten Sie als Einwohner von Grunern oder Wettelbrunn einen Bedarf für Höchstleistung haben, so sollten Sie sich bei der Stadtverwaltung melden. Hierzu können Sie Formulare benutzen.

Der Breitbandausbau in Grunern und Wettelbrunn wird durch die Breitbandinitiative II des Landes Baden-Württemberg gefördert.



FTTB/H Versorgung im Gebiet Gaisgraben

Das Gewerbegebiet Gaisgraben benötigt dringend höhere Bandraten, da alle Gewerbebetriebe inzwischen auf das Internet angewiesen sind und das Netz zunehmend überlastet ist. Der Förderbescheid für das Gebiet liegt inzwischen vor, die Planung wurde vergeben. Mit einem Baubeginn kann Mitte 2015 gerechnet werden.

Der Breitbandausbau im Gewerbegebiet Gaisgraben  wird durch die Breitbandinitiative II des Landes Baden-Württemberg gefördert.

Formulare für Betriebe: 1) Bedarfserhebung, 2) Bestätigung für die Heranführung an die Grundstücksgrenze, 3) Erläuterungen.

 

Sollten Sie Fragen zum Breitbandausbau haben, wenden Sie sich bitte an die Stadtverwaltung Staufen, Tel. 07633/80524.




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