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Presseerklärung zu den Hebungsrissen
und "Hebungsbuckel" (3/2010)

Presseerklärung vom 14.5.2010
zu den Hebungsrissen an Gebäuden in der historischen Altstadt von Staufen

zu 1.
Die geschädigten Privatgebäude sind um 2 auf 258 gestiegen. Die Zahl der geschädigten städtischen Gebäude blieb mit 7 unverändert.
Die Untersuchungen der beschädigten Gebäude durch das Büro für Baukonstruktion, Karlsruhe, haben gezeigt, dass nach mehreren Begehungen bei einigen Gebäuden keine Veränderung des Schadensbildes festzustellen war. Aus diesem Grund wird der Begehungsrhytmus in Zukunft den Gegebenheiten angepasst. Regelmäßig untersucht werden zur Zeit 100 Gebäude.
Angesichts abgefallener Stuckdecken in 2 Gebäuden, wird in Zukunft auch ein von der Stadt bestellter Restaurator kritische Fälle untersuchen. Dies sind momentan 5 Gebäude.
Die Standhaftigkeit aller geschädigten Gebäude ist jedoch nach wie vor gewährleistet. Dennoch sind alle Eigentümer aufgerufen, Schäden beim Stadtbauamt zu melden, damit eine Begutachtung stattfinden kann.

zu 2.
Alle sieben Sondenschläuche sind inzwischen trocken geblasen und zahlreiche hydraulische Tests durchgeführt worden. Sie haben gezeigt, dass die Ringräume gut abgedichtet sind und es keine hydraulische Verbindung zum Lettenkeuper im unteren Bereich und keine Verbindung zum Gips/Schilfsandstein im oberen Bereich gibt. Damit sollte ein Wassereintritt in diese Schichten abgewehrt sein. Jedoch wird zur redundanten Wasserhaltung ein 2. Brunnen als Absicherung des 1.Brunnens eingerichtet werden. Die Planungen hierzu werden aufgenommen.

zu 3.
Bei der zuletzt stattgefundenen kleinen Messrunde konnte die Tendenz zur Verringerung der Hebungsgeschwindigkeit bestätigt werden.
In der kommenden Woche wird die 2-monatige große Messrunde (98 Messpunkte) durchgeführt und anschließend der neue Hebungsbuckel veröffentlicht (www.staufen.de). Da die EKB 2 abgeschlossen ist, werden in Zukunft die Zwischenmessungen vorläufig eingestellt und es wird noch alle 2 Monate eine große Messrunde durchgeführt. Außerdem werden künftig mit Messungen die Horizontalverschiebungen ermittelt.

zu 4.
Die bei den überprüften Gas-Hausinneninstallationen festgestellten Leckagen (Lecks)
in 2 Wohnhäusern in der Hauptstraße sind abgedichtet worden und haben zu keiner Unterbrechung der Gaszufuhr durch die badenova geführt. Seither sind auch bei den Untersuchungen keine weiteren undichten Stellen festgestellt worden.
In der nächsten Woche werden wieder Horizontalmessungen durch die von badenova beauftragte Firma Regio data durchgeführt.

zu 5.
Inzwischen ist bei der Stadt eine weitere Zahlung des Landes von 1,096 Mill. Euro eingegangen. Der bisherige Bewilligungsbescheid für hydraulische Sicherung und Sanierung des Sondenfeldes wurde auf 2,226 Millionen Euro erhöht.

zu 6.
Die vom Gemeinderat der Stadt Staufen beschlossenen Klagen gegen das Planungsbüro und die Bohrfirma werden in der kommenden Woche eingereicht.
Die Stadt tritt weiterhin für die provisorische Schadensbehebung an geschädigten Gebäuden in finanzielle Vorleistung.
Der Gemeinderat der Stadt hat inzwischen beraten, wie diesbezüglich zu handeln sei, wenn Geschädigte gegen die Stadt klagen, obwohl über eine Schlichtungsstelle eine
außergerichtliche Schadensregulierung angestrebt wird.

zu 7.
Am 19.5.2010 besucht Herr Staatsminister Rau die Stadt, um sich vor Ort zu informieren. Mit Vertretern der vier Fraktionen und einem Geschäftsführer der
IGR GbR wird die Situation erörtert.

Der nächste Pressetermin findet am Donnerstag, den 17.6.2010 um 15.00 Uhr
im Ratssaal des Rathauses Staufen statt.

Staufen, den 14. Mai 2010

Anlagen:
Übersicht zu den geschädigten Häusern (png)
Skizze zur Kernbohrung (pdf)
Hebungsbuckel.3/2010 (pdf)
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