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Presseerklärung zu den Hebungsrissen

Presseerklärung vom 15.7.2010
zu den Hebungsrissen an Gebäuden in der historischen Altstadt von Staufen

zu 2.
Die Untersuchungen der beschädigten Gebäude durch das Büro für Baukonstruktion, Karlsruhe, haben ergeben, dass der Gewölbekeller  des Stadtschlosses in der Hauptstraße (genutzt als Weinkeller der Winzergenossenschaft Staufen) zusätzlich statisch ertüchtigt werden muss.

Aus der Brandmauer zwischen historischem Rathaus und dem Rathauscafé sind Bohrkerne gezogen worden, die von der Materialprüfanstalt untersucht werden. Nach derzeitigem Kenntnisstand ist jedoch eine Aufdoppelung der Brandmauer zur statischen Sicherung in absehbarerer Zeit nicht nötig.
Der Rhythmus der Untersuchungen zur Standhaftigkeit der geschädigten Gebäude kann bis auf weiteres in den gewählten Abständen erfolgen.

Im Rahmen eines Forschungsauftrages der Technischen Universität Karlsruhe wurden die Satellitendaten zu den Hebungen in Staufen ausgewertet. Hierbei ist der Hebungsbuckel nahezu deckungsgleich mit dem Ergebnis der  Messrunden des Landratsamtes Breisgau Hochschwarzwald.

zu 3.
Das beauftragte Ingenieurbüro wird bis September konkrete Planungen und Ausschreibungen für die Vergaben für den 2.Bohrbrunnen in der Kirchstraße durchführen. Bei der Maßnahme sollen alle betroffenen Geschäfts- und Wohnhäuser zugänglich bleiben, lediglich der Kraftfahrzeugverkehr wird stark eingeschränkt.

Auf dem Sondenfeld wurden die 7 EWS inzwischen verwahrt, eine Vernetzung der einzelnen Bohrungen ist hergestellt. Am Montag, den 5.7.2010 wurde eine Ersatzpumpe eingebaut, um den Dauerabsenkbetrieb aufrecht zu erhalten.
Im Bereich des Monitoring der EKB 2 wird es kleinere lokale Veränderungen geben. Nach Abschluss dieser noch erforderlichen Arbeiten wird die Baustelle zwischen historischem Rathaus und rückwärtigem Rathausgebäude zurückgebaut.

zu 4.
Im Rahmen der Überprüfung der Hausinneninstallationen wurde von der badenova in der Hauptstraße eine weitere Undichtigkeit (4,4 l/h) im Gasnetz festgestellt. Der Mangel muss bis 26.7.10 behoben werden.
Nach Informationen des Installationsunternehmens handelt es sich bei dieser Leckage jedoch um eine Undichtigkeit des Gasherdes, die nicht auf die Hebungen zurückzuführen ist.

zu 5.
Für das Kuratorium der „Stiftung zur Erhaltung der historischen Altstadt in Staufen i.Br.“ konnte neben dem ehemaligen Ministerpräsidenten Dr.h.c. Erwin Teufel, Herrn Prof. Dr. Mangold und dem Verleger Dr. Hodeige  auch der Geschäftsführer der WAZ Mediengruppe, Herr Nienhaus gewonnen werden.
Mit verschiedenen Firmen finden in Kürze Gespräche statt, wie das Fundraising für die Stiftung erfolgen soll. Gespräche mit hochrangigen Medienvertretern haben stattgefunden und werden weiterverfolgt.

zu 6.
Am 14.7. fand im Staatsministerium in Stuttgart ein Gespräch mit Herrn Staatsminister Rau statt.  Bürgermeister Benitz und Herr Gaspar von der Interessengemeinschft der Rissgeschädigten (IGR GbR) waren dazu eingeladen.
Bei diesem Termin ging es insbesondere um die Schlichtungsordnung, die  Besetzung des Vorsitzes der Schlichtungsstelle und die Bereitschaft des Landes, Mittel hierfür zur Verfügung zu stellen.
Bei diesem Termin wurde Einigkeit über die Ausgestaltung der Schlichtungsordnung erreicht. Das Land wird jedoch nicht als Vertragspartner zur Verfügung stehen, so dass die IGR und die Stadt den Vertrag alleine unterzeichnen werden. Herr Staatsminister Rau steht als Beauftragter des Landes als Ansprechpartner zur Verfügung.
Der Gemeinderat wird die Schlichtungsordnung wie geplant in seiner Sitzung am 28.7. behandeln und voraussichtlich auch beschließen.

Der nächste Pressetermin findet am Donnerstag, den 9.September 2010 um 15.00 Uhr im Ratssaal des Rathauses Staufen statt.

Staufen, den 15.Juli 2010

Anlagen:
Übersicht zu den geschädigten Häusern (png)
Skizze zur Kernbohrung (pdf)
Hebungsbuckel.Juli/2010 (pdf)

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