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Presseerklärung zu den Hebungsrissen

Presseerklärung vom 20.1.2011
zu den Hebungsrissen an Gebäuden in der historischen Altstadt von Staufen

zu 2.
Die Bauarbeiten für einen zweiten Brunnen in der Kirchstraße haben jetzt eine Tiefe von 54,7 m erreicht. Ein Bohrloch-Scann ergab, dass ein „Schichtfallen“ in Richtung Nordwesten bestätigt wurde – wie bei der EKB 2 schon gemessen. Eine weitere Erkenntnis ist die Bestätigung, dass die EWS 7 deutlich im oberen Muschelkalk eingebunden ist. Dies belegt auch nochmals den hydraulischen Anschluss der EWS 7. Die Erkenntnisse bestätigen auch, dass der gewählte Standort der Bohrung in der Kirchstraße für einen weiteren Brunnen richtig war, ebenso wie die gleich zu Beginn der Abdichtungsarbeiten abgedichtete EWS 7.
Fazit: Bei dem Bohrloch in der Kirchstraße herrschen adäquate Verhältnisse wie im Erdwärmesondenfeld und es gibt nur leichte Differenzierungen im geologischen Aufbau. Es wurden bisher keine größeren Störungen festgestellt, so dass man derzeit vom Ende der Bohrarbeiten im Februar ausgeht.

zu 3.
Am 17.Januar haben die Höhenmessungen durch das Landratsamt im neuen Jahr begonnen, die bis Ende der Woche fertiggestellt werden. Erste Auswertungen sind für die kommende Woche zu erwarten, wobei schon festgestellt wurde, dass die Hebungsspitze an zentraler Stelle jetzt 37 cm beträgt (Auswertung November 2010: 36 cm).
Zum jetzigen Zeitpunkt geht man davon aus, dass die Messergebnisse aufgrund der Frostperiode überlagert abgebildet werden, der Trend zur Prozessverlangsamung jedoch anhält.

zu 4.
Im Rahmen der Schlichtungsordnung sind bis heute 13 Anträge bei der Schlichtungsstelle eingegangen und in den nächsten Tagen sind weitere mündliche Verhandlungen vorgesehen. Im Februar wird zudem mit den Vorbereitungen zur Ausarbeitung der weiteren Schlichtungsordnung (zur endgültigen Schadensregulierung) zusammen mit der IGR begonnen.

zu 5.
Vom Büro für Baukonstruktion wurden vor Weihnachten sämtliche kritischen Gebäude untersucht. In den nächsten Tagen und Wochen sind in 2 Gebäuden (rückwärtiges Rathausgebäude und Lilienhof-Schule) weitere statische Sicherungsmaßnahmen vorgesehen. In einem dritten Gebäude sind Deckenöffnungen geplant, um weitere Erkenntnisse zur Tragstruktur zu erhalten.
Kleinreparaturen sind laufend erforderlich und werden bis max. 1.000,- Euro von der Stadt getragen. Darüberhinaus greift die Schlichtungsordnung.
Aus heutiger Sicht kann auf die Einbringung einer Bodenplatte unter das historische Rathaus verzichtet werden. Weitere Sprießungen im Rathausgebäude sind jedoch möglich.

zu 6.
Um die Kommunikation mit den Anwohnern der Kirchstraße und allen Staufener Bürgerinnen und Bürgern weiter zu verbessern, wird neben den monatlichen Informationen unter TOP 3 im Staufener Gemeinderat, den monatlichen Pressekonferenzen, den auf der Staufener Homepage eingestellten Informationen und dem Runden Tisch mit den Betroffenen, in Zukunft – zusätzlich zu den bereits angebrachten Info-Tafeln am Bauzaun der Bohrung in der Kirchstraße – in zweiwöchentlichem Rhythmus eine Kurzfassung der aktuellen Situation auf der Bohrstelle am dortigen Bauzaun ausgehängt.

zu 7.
Die Stiftung zum Erhalt der historischen Altstadt setzt den Verkauf der Staufenkrüge und Staufenbriefmarken fort. Durch eine Ausweitung der Vertriebswege sollen, insbesondere über die Sparkassen Baden-Württembergs und die Badischen Weingüter und Winzergenossenschaften, alle Krüge der limitierten Auflage sowie weitere Chargen der Briefmarken verkauft werden.
Die zusätzlichen Aktionen für 2011 sind bereits festgelegt. Im Frühjahr wird eine Kunstauktion zugunsten der Stiftung in Staufen erfolgen. Die Stiftung wird darüber rechtzeitig ausführlich informieren.

Der nächste Pressetermin findet am Donnerstag, den 17.Februar 2011 um 15.00 Uhr im Ratssaal des Rathauses statt.

Staufen, den 20.Januar 2011

Anlagen:

Übersicht zu den geschädigten Häusern (png)
Skizze zur Kernbohrung (pdf)
Hebungsbuckel September 2010 (pdf)

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