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Presseerklärung zu den Hebungsrissen

Zu 1:
Die Anzahl der geschädigten Gebäude ist weiterhin unverändert. Die Schäden an den einzelnen Gebäuden nehmen jedoch aufgrund der weiterhin andauernden Hebungen zu.
Bisher sind im Jahre 2013 bei der Schlichtungsstelle 18 Anträge eingegangen, ergänzend hierzu 20 Anträge im vereinfachten Verfahren.
Insgesamt sind es bisher 126 Schlichtungsverfahren.

Zu 2:
Die nächsten Höhenmessungen des Landratsamtes Breisgau-Hochschwarzwald finden voraussichtlich vom 15.-18. Juli 2013 statt; die weiteren, und somit letzten Messungen für 2013 sind für Anfang Oktober geplant. In den Arbeitskreis-Sitzungen im September und November können dann die Ergebnisse vorgestellt werden.

Zu 3:
Das Grundwassermonitoring ergab, dass die Pumpraten von bisher 2,2 l/s in der Erkundungsbohrung 2 auf 1,8 l/s und in der Brunnenbohrung 3 von 3,6 bzw. 3,8 l/s auf 2,3 l/s reduziert wurden. Mit den reduzierten Pumpraten wird die gewünschte Absenkung weiterhin erreicht.
Es zeichnet sich ferner ab, dass der Anteil an „jungem“ Wasser (50 Jahre bis heute) zunimmt; das zutretende Wasser stammt nicht unmittelbar aus der Nähe des Erdwärmesondenfeldes und fließt über versickernde Niederschläge zu.
Das Monitoring bescheinigt auch eine leichte Abnahme der elektrischen Leitfähigkeit, ferner kann aufgrund der Ergebnisse davon ausgegangen werden, dass keine Auslösungsprozesse im Untergrund stattfinden.

Zu 4:
Der Wasserwerkschuppen im Innenhof, hinter dem technischen Rathaus, wird in Kürze abgebrochen, da die Stand- und Verkehrssicherheit nicht mehr gewährleistet ist. Das Gebäude gehört zu einem Teil der Stadt Staufen, ein weiterer Teil der Baugenossenschaft Familienheim Markgräflerland. Die Bebauung der Nachbar-grundstücke soll hierdurch nicht beeinträchtigt werden, gemeinsame Grenzwände der direkten Angrenzer sind in diesem Zusammenhang zu stützen bzw. auf ein standsicheres Maß in der Höhe zu reduzieren. Die frei werdende Fläche wird vorerst als Parkfläche dienen.

Zu 5:
Das Regierungspräsidium hat im Auftrag der Landesregierung zusammen mit dem von der Stadt Staufen beauftragten Fachbüro seit März 2009 die geologische Situation im Untergrund der Stadt Staufen genau untersucht. Die Ergebnisse der Erkundung und der ergriffenen Abwehrmaßnahmen wurden zuletzt am 22. Februar 2010 in Staufen öffentlich vorgestellt. Zwischenzeitlich wurden weitere Maßnahmen durchgeführt, die mit einem umfangreichen Monitoring-Programm begleitet werden.
Die Ergebnisse dieser Maßnahmen und des begleitenden Monitorings sind in einem zweiten Sachstandsbericht des Landesamts für Geologie, Rohstoffe und Bergbau zusammengefasst und werden in einer öffentlichen Informationsveranstaltung des Regierungspräsidiums Freiburg am 12. Juli 2013 um 14:00 Uhr in der Aula des Faust-Gymnasiums vorgestellt.

Zu 6:
Zum Finanzierungsanteil der Stadt Staufen gibt es weiterhin noch keine endgültige Klarheit. Nachdem am 2. Mai eine Besprechung zwischen den kommunalen Spitzenverbänden, den zuständigen Ministerien, dem Regierungspräsidium, dem Landratsamt und der Stadt Staufen stattgefunden hat, wird in Kürze ein Vorschlag der Ministerien zur Entscheidung dem Kabinett vorgelegt.
Die Stadt Staufen wird sich dafür einsetzen, dass der Eigenfinanzierungsanteil der Stadt die finanzielle Handlungsfähigkeit nicht weiter einschränkt. Bisher hat Staufen schon rd. 2,7 Mio. € einschließlich innerer Verrechnungen aufgewendet und musste sich deshalb Ende 2011 mit 1,2 Mio. € neu verschulden.

Zu 7:
Die Staufenstiftung versteigerte insgesamt 30 Staufenkrüge mit den Unterschriften der Spieler des SC Freiburg auf einer eigens dafür eingerichteten Internetplattform. Die Auktion fand reges Interesse und war erfolgreich. Insgesamt konnten damit wieder 4.657,35 € für die Stiftung eingenommen werden.

Die Gemeinden Ballrechten-Dottingen und Hartheim haben der Stiftung im Zuge der "1 € pro Einwohner"-Aktion Spenden überreicht und an andere Gemeinden appelliert, ebenfalls Solidarität zu zeigen.

Die nächste Pressekonferenz findet am Freitag, den 20. September 2013, um 10 Uhr im Ratssaal des Rathauses statt.

Staufen, den 27. Juni 2013
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