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Presseerklärung zu den Hebungsrissen

Presseerklärung vom 20.09.2013
zu den Hebungsrissen an Gebäuden in der historischen Altstadt von Staufen

Zu 1:
Die Anzahl der geschädigten Gebäude ist weiterhin unverändert. Die Schäden an den einzelnen Gebäuden nehmen jedoch aufgrund der weiterhin andauernden Hebungen zu.

Zu 2:
Die Höhenmessungen des Landratsamtes Breisgau-Hochschwarzwald fanden im Juli 2013 statt.
Wie auch bei den vorangegangenen Messungen konnte erneut eine leichte kontinuierliche Verlangsamung der Hebungsbeträge festgestellt werden. Die Hebungsfigur ist ortsfest, ferner sind keine neuen Quellhebungsbereiche oder Senkungserscheinungen zu erkennen.
Im Vergleich zur Hebungsfigur April 2013 ist bei der Hebungsfigur Juli 2013 bereits eine deutliche Auflösung der 3 mm-Linie in zwei Bereiche zu sehen.
Die weiteren, und somit letzten Messungen für 2013, sind für Anfang Oktober geplant.

Zu 3:
Im Rahmen des Grundwassermonitorings werden auch die Entnahmeraten beider Brunnenbohrungen aufgezeichnet.
Hierbei wurde eine erneute Reduzierung für den Zeitraum 15.06.2013 bis 11.09.2013 festgestellt (BB 3 von ca. 2,6 l/s auf ca.2,2 l/s und EKB 2 von ca. 1,9 l/s auf ca. 1,7 l/s).
Die Abnahme der Pumpraten kann dadurch erklärt werden, dass das Einzugsgebiet an eine hydraulisch dichte Grenze stößt.
Mit den reduzierten Pumpraten wird die gewünschte Absenkung des Grundwasserspiegels weiterhin erreicht. Es gibt ferner keine Hinweise auf Wasserzutritte aus über dem Quellbereich liegenden Grundwasserleitern.

Zu 4:
Die Ergebnisse der eingeleiteten Maßnahmen und des begleitenden Monitorings wurden in einem zweiten Sachstandsbericht des Landesamts für Geologie, Rohstoffe und Bergbau zusammengefasst und in einer öffentlichen Informationsveranstaltung des Regierungspräsidiums Freiburg am 12. Juli 2013 in der Aula des Faust-Gymnasiums Fachexperten und interessierten Bürgerinnen und Bürgern ausführlich vorgestellt.
Das Regierungspräsidium Freiburg, LGRB, teilte mit, dass im Nachgang zur Veranstaltung keine Hinweise/Anregungen von Fachexperten eingegangen sind. Man kann dies als Bestätigung für die in Staufen eingeleiteten bzw. umgesetzten Maßnahmen sehen.
In der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift „Geotechnik“ ist ein Bericht zum Schadensfall Staufen abgedruckt.
Der AK ist jederzeit für weiterführende Hinweise offen.

Zu 5:
Im Innenhof, hinter dem technischen Rathaus, wurde Anfang August der Wasserwerkschuppen abgebrochen. Leider sind beim Abbruch, trotz größter Vorsichtsmaßnahmen, an den Grenzwänden zu den Nachbargebäuden durch herunterfallende, ausgebrochene Mauerwerksteine, Schäden entstanden. Die Wiederherstellung der Giebel-/Wandflächen bzw. der Verschluss der Öffnungen muss in Kürze erfolgen.
Auf der frei gewordenen Fläche werden die Baugenossenschaft Familienheim Markgräflerland eG und die Stadt Staufen einfache Stellplätze anlegen.

Zu 6:
Nach Angabe des Büros für Baukonstruktionen sind derzeit einige kleinere Maßnahmen, vorwiegend in und an Gebäuden in der Hauptstraße auszuführen.
Hierbei handelt es sich u.a. um die Ausbesserung von Schäden in Putzdecken, Fußböden und Pflasterbelägen sowie die Reparatur klemmender Fenster und Türen.

Zu 7:
Nach Angabe von badenova sind in 2013 keine weiteren größeren Maßnahmen am Gasnetz vorgesehen. Die Netzprüfung erfolgt 14-tägig; bei Bodenfrost wird eine wöchentliche Prüfung vorgenommen.
Die Prüfintervalle an den geschädigten Gebäuden wurden überarbeitet, teilweise wurden neue Rhythmen festgelegt.

Zu 8:
Zwischenzeitlich haben weitere Termine zur Lösung der Finanzierungsfrage für die Rissschäden stattgefunden.
Das Innen-, Umwelt-, Finanz- und Staatsministerium verhandeln zusammen mit dem Städte-, Gemeinde- und Landkreistag sowie der Stadt Staufen, in welcher Höhe sich die Stadt an den Kosten der Schadensabwehr und -beseitigung beteiligen wird.
Die Verhandlungen sind sehr weit fortgeschritten, eine vernünftige Lösung zeichnet sich ab. Sie muss sowohl vom Kabinett als auch von den Gremien aller anderen Beteiligten abgesegnet werden.

Zu 7:
Die Staufenstiftung wird in Kürze zehn von Herrn Erzbischof Robert Zollitsch handsignierte Staufenkrüge versteigern.
Der Staufenkalender 2014 „LuST AUF ENtdeckungen“ , der moderne und historische Ansichten der Stadt im Vergleich zeigt, ist ab sofort zum Preis von 19,50 Euro im Rathaus im Bürgerbüro und bei der Tourist-Info, den Stadtwerken MüllheimStaufen, den örtlichen Banken und im Einzelhandel sowie online unter www.staufenstiftung.de erhältlich.


Die nächste Pressekonferenz findet am Donnerstag, den 21. November 2013, um 15:00 Uhr im Ratssaal des Rathauses statt.


Staufen, den 20. September 2013
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