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Presseerklärung zu den Hebungsrissen

Presseerklärung vom 25.02.2014
zu den Hebungsrissen an Gebäuden in der historischen Altstadt von Staufen

Zu 1:
Die Anzahl der geschädigten Gebäude ist weiterhin unverändert. Die Schäden an den einzelnen Gebäuden nehmen jedoch aufgrund der weiterhin andauernden Hebungen und auch seitlichen Verschiebungen zu.

Zu 2:
Der Abpumpbetrieb läuft seit längerer Zeit problemlos und sehr konstant. Anhand des Grundwassermonitorings konnten im Zeitraum 01.03.2011 bis 18.02.2014 deutliche Abnahmen der Pumpraten festgestellt werden. Die aktuelle Pumprate in der Brunnenbohrung 3 beträgt 2,0 l/s; in der Erkundungsbohrung 2 werden 1,6 l/s gepumpt. Die elektrische Leitfähigkeit des gepumpten Wassers wird monatlich vor Ort gemessen.
Aufgrund regelmäßiger Überprüfungen der Wasserstände in den Erdwärmesonden kann davon ausgegangen werden, dass die Sondenschläuche weitestgehend dicht sind. Es gibt keine Hinweise, dass größere Wassermengen zu- oder abfließen.

Zu 3:
Die nächsten Höhenmessungen des Landkreises Breisgau-Hochschwarzwald finden im März statt, so dass zur nächsten Sitzung des Arbeitskreises Ende April wieder aktuelle Ergebnisse zur Höhenentwicklung vorliegen werden.
Die letzten Messungen erfolgten im Oktober 2013. Dort lag die maximale Hebungsrate noch bei 2,9 mm/Monat.
Nach Ende der Frostperiode und vor Vegetationsbeginn wird eine Wiederholungs-messung für das Deformationsnetz zur Beurteilung der seitlichen Verschiebungen stattfinden.

Zu 4:
Die erforderlichen Arbeiten an den geschädigten Gebäuden halten trotz Rückgang der Hebungsgeschwindigkeit unvermindert an. Nach Aussage des Büros für Baukonstruktionen sind zahlreiche Schäden an öffentlichen und privaten Gebäuden zu beseitigen, um die Verkehrssicherheit und Bewohnbarkeit der Räume sicherzustellen.

Im historischen Rathaus mussten die Auflager im Ratssaal und der Stadtkasse aufwändig ertüchtigt werden. Im Bürgermeisterzimmer und in der Touristinformation mussten Verpressarbeiten im Fenstersturzbereich erfolgen.
Insbesondere die Arbeiten im Ratssaal waren so umfangreich, dass der Saal für mehrere Wochen nicht genutzt werden konnte.

Zu 5:
Die Stadt Staufen wird den Auftrag für Satellitenaufnahmen, welcher bisher für ein Jahr erteilt wurde, für ein weiteres Jahr erteilen. Die Ergebnisse dienen neben den terrestrischen Höhenaufnahmen der Abgrenzung des Hebungsbuckels, ferner kann mit Hilfe der Satellitenaufnahmen festgestellt werden, ob es weitere Höhenveränderungen im Stadtgebiet von Staufen gibt.

Zu 6:
Mit vier Ministerien und den Kommunalen Spitzenverbänden wurde Einigkeit über den Inhalt einer Finanzierungsvereinbarung für den ersten großen Teil der Beseitigung der Risseschäden erzielt. Das Kabinett in Stuttgart wird voraussichtlich am 11. März darüber entscheiden.
Herr Ministerpräsident Winfried Kretschmann beabsichtigt noch im März zur Unter-zeichnung nach Staufen zu kommen. Die Presse wird hierzu rechtzeitig eingeladen.

Staufen, den 25. Februar 2014
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