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Presseerklärung zu den Hebungsrissen

Zu 1: Der Rückbau des technischen Rathauses und Abtransport des Bauschuttes ging diese Woche zu Ende, so dass mit der Baustelleneinrichtung für die Brunnenbohrung 4 bereits begonnen werden konnte. Zum Schutz der Anwohner und Besucher wird in den kommenden Tagen ein Bauzaun errichtet, der geschlossene und offene Bereiche erhält. Der für den 18. August 2014 vorgesehene Bohrbeginn musste verschoben werden, weil die ursprünglich vorgesehene private Verkehrsfläche nicht zur Verfügung stand, ferner das erforderliche Verfüllmaterial für die Bohrung nicht lieferbar war. Nach verschiedenen Labortests steht zwischenzeitlich eine neue Suspension zur Verfüllung zur Verfügung, so dass voraussichtlich am 6. Oktober 2014 mit der eigentlichen Bohrung begonnen werden kann. Die Dauer der Bohrung ist witterungsabhängig und wird ca. 6 Monate dauern. Im Vorfeld wurden alle 7 Erdwärmesonden auf Fehlstellen überprüft. Lediglich eine Hohlstelle unterhalb eines Schachtrings musste verfüllt werden, auch um die Überfahrt größerer Baufahrzeuge zu ermöglichen.

Zu 2: Das Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald hat mit den ursprünglich für KW 42/2014 vorgesehenen Höhenmessungen bereits am 22. September 2014 begonnen. Zur Sitzung des Arbeitskreises Hebungsrisse lagen erste Ergebnisse der Messungen im zentralen Bereich vor. Demnach bestätigt sich der bisherige Trend der weiterhin anhaltenden Hebungen mit ca. 2,6 - 2,8 mm pro Monat in der Spitze. Die vorgezogenen Höhenmessungen dienen ferner der Beweissicherung für die Anfang Oktober beginnenden Bohrarbeiten für die Brunnenbohrung 4. Während der Bohrarbeiten wird das Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald ergänzende Höhenmessungen durchführen, vorgesehen ist eine Messung pro Monat, allerdings nur für den engeren Hebungsbereich und nicht für alle rund 100 Messpunkte. Nach Abschluss der Bohrarbeiten sind 3 turnusmäßige Messungen, je nach Witterung für März, Juli und Oktober in 2015 vorgesehen.

Zu 3: Nach Angaben des Büros für Baukonstruktionen sind weitere Schäden an verschiedenen privaten Gebäuden zu verzeichnen. Neben der Instandsetzung klemmender Fenster und Türen sind gelöste Putzteile zu sichern und Pflasterbeläge zur Erhöhung der Verkehrssicherheit zu ertüchtigen. Nach Rückbau eines Teilbereiches des technischen Rathauses ist der verbliebene Baukörper begehbar zu machen, hierzu ist der Einbau einer provisorischen Treppe erforderlich. Außerdem wird der verbliebene Teil mit Spanlatten und Folien gegen Feuchtigkeit geschützt.

Zu 4: Nach Angabe von Badenova wurden die Dehnungsbögen des Erdgasnetzes in der Rathausgasse und Hauptstraße ertüchtigt, so dass mögliche Dehnungen über die Frostperiode aufgenommen werden können. Der beauftragte TÜV Bericht mit vorgeschlagenen Maßnahmen liegt Badenova zwischenzeitlich vor. Die bisherige Überprüfung der Rohrnetze soll im inneren Bereich weiterhin im zweiwöchigen Rhythmus erfolgen, während der Zyklus im Außenbereich vorerst auf vierteljährlich, sofern keine weiteren Schäden auftreten, ab 2016 auf jährlich umgestellt werden soll. Die Bewertung der Gashausinneninstallationen soll durch einen TRGI Sachverständigen erfolgen, die Prüfintervalle werden für den inneren Bereich nach Vorlage der Gutachten gemeinsam zwischen badenova und der Stadt Staufen festgelegt, im Außenbereich wird die Überprüfung der Gashausinneninstallationen von bisher 16-wöchig auf halbjährlich/jährlich geändert.

Zu 5: Die Schlichtungsstelle hat in der Zwischenzeit 226 Schlichtungsverfahren bearbeitet und sich durch eine sehr solide Arbeit allgemein Anerkennung erworben. Die Schlichtungsordnung hat sich bewährt und etabliert. Damit können auch komplexe Fälle einer zeitnahen Lösung zugeführt werden. Die hohe Zahl der Fälle macht deutlich, dass permanent in den am stärksten geschädigten Häusern Reparaturen durchgeführt werden müssen, um die Sicherheit zu gewährleisten.

Zu 6: Die nächste Presseerklärung erscheint nach der Sitzung des Arbeitskreises Hebungsrisse, der am Donnerstag, den 20. November 2014, das nächste Mal tagt.

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