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Presseerklärung zu den Hebungsrissen

Zu 1:

Die Anzahl der geschädigten Gebäude ist weiterhin unverändert. Aufgrund der immer noch andauernden Hebungen nehmen die Schäden an den einzelnen Gebäuden, insbesondere im Zentrumsbereich, weiter zu. Insgesamt sind bei der Schlichtungsstelle bisher 265 Schlichtungsanträge eingegangen, davon 113 im vereinfachten Verfahren. Das Schlichtungsverfahren hat sich zur außergerichtlichen Streitbeilegung sehr bewährt und die Schlichtungsstelle funktioniert bestens.

 

Zu 2:

Die Brunnenbohrung 4 (BB 4) hinter dem historischen Rathaus ist derzeit bei 129  Metern angekommen. Bereits bei einer Tiefe von 30,5 Metern wurde der obere Gipsspiegel, bei 52 Metern der obere Anhydritspiegel und bei 121 m der untere Anhydritspiegel angetroffen. Wegen einer instabilen Bohrlochwandung wurde ein zweimaliges Aufzementieren des Bohrloches und anschließendes Wiederaufbohren erforderlich. Bisher wurden keine bedeutenden Grundwasservorkommen angetroffen.

Wie bei vorangegangenen Bohrungen konnte ein Schichtfallen von ca. 45 Grad in nordwestlicher Richtung festgestellt werden, es ist daher davon auszugehen, dass sich die Brunnenbohrung 4 in tektonisch gleicher Scholle wie das Erdwärmesondenfeld befindet.  Dies wird als gute Voraussetzung für den künftigen Abpumpbetrieb angesehen.

Im Zeitraum 23.11.2014 bis 20.02.2015 wurden bei einem konstanten Pumpbetrieb in der Brunnenbohrung 3 1,62 l/s und in der Erkundungsbohrung 2 1,42 l/s gepumpt, die Überprüfung der elektrischen Leitfähigkeit ergab keine Auffälligkeiten.

In Kürze werden erste Pumpversuche stattfinden, so dass im Anschluss der endgültige Ausbau der Bohrung erfolgen kann. Mit Erstellung des Abschlussbauwerkes für rd. 45 Tausend Euro wird die Maßnahme Brunnenbohrung 4 abgeschlossen, als Fertigstellungstermin ist Ende April vorgesehen. Die Kosten werden sich dafür insgesamt auf 550-600 Tausend Euro belaufen.

 

Zu 3:

Nach Vorliegen der aktuellen Ergebnisse der Höhenmessungen des Landratsamtes Breisgau-Hochschwarzwald im  Kernbereich bestätigt sich der bisherige Trend der weiterhin anhaltenden Hebungen mit ca. 2,6 - 2,8 mm pro Monat in der Spitze mit leicht rückläufiger Tendenz. Die Hebungen wurden im Innenbereich gemessen, der Außenbereich hingegen zeigt sich stabil.

 

Zu 4:

Weitere Schäden an verschiedenen privaten Gebäuden sind nach Angaben des Büros für Baukonstruktionen zu verzeichnen. Neben der Instandsetzung klemmender Türen und Fenster, sind gelöste Putzteile und Decken zu sichern. Im Ratscafé sind Bauteilöffnungen herzustellen insbesondere auch deshalb um Informationen über die gemeinsame Wand zum historischen Rathaus zu erhalten.

 

Zu 5:

Zum 01.01.2015 wurde auch das Gasnetz von Staufen durch die Stadtwerke MüllheimStaufen erworben. Das Staufener Gasnetz ist bis 2022 an die badenova verpachtet worden. Die technischen Kenntnisse der Mitarbeiter der badenova  im Zusammenhang mit den Hebungen können dadurch genutzt und ein weiterhin reibungsloser Betrieb gewährleistet werden. Der Termin zur Festlegung der künftigen Überprüfungszyklen der Hausinneninstallationen steht noch aus und wird in Kürze gemeinsam zwischen badenova und der Stadt Staufen abgestimmt.

 

Zu 6:

Die nächste Presseerklärung erscheint nach der Sitzung des Arbeitskreises Hebungsrisse, der am Mittwoch, den 22. April 2015, das nächste Mal tagt.

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