facebook  Facebook

Presseerklärung zu den Hebungsrissen

Presseerklärung vom 19.10.2011
zu den Hebungsrissen an Gebäuden in der historischen Altstadt von Staufen 

zu 2.
Die zweimonatlichen Höhenmessungen des LRA Breisgau-Hochschwarzwald (FB Vermessung und Geoinformation) werden im November durchgeführt. Bisher spricht nichts gegen die bisherigen Auswertungen mit rückläufiger Hebungstendenz.
Die Setzungsbeiträge, über die in der letzten Pressekonferenz berichtet worden war, wurden näher untersucht. Nach Auswertung der Unterlagen handelt es sich bei diesen Senkungen im südöstlichen Teil des Untersuchungsgebiets um eine oberflächennahe Senkung. Es gibt keine Anhaltspunkte, dass die Senkungen auf den Pumpbetrieb zurückzuführen sind. Vielmehr wurden im Rahmen der Recherche an vielen Gebäuden alte Risse festgestellt, die daraufhindeuten, dass es bereits zu früheren Zeiten Veränderungen im oberflächennahen Bereich gab. Die Entwicklung wird weiter genau beobachtet.

zu 3.
Die Vorbereitungen für die Rückbauarbeiten in der Kirchstraße sind weitestgehend abgeschlossen.
Mit der Fundamentierung des Pumpenhauses in der Rathausgasse wird in der kommenden Woche begonnen. Das Notstromaggregrat wurde inzwischen geliefert.
Wie mit dem stillgelegten Öltank in der Rathausgasse verfahren werden soll, ist noch zu klären.

zu 4.
Mitarbeiter des Büros für Baukonstruktionen haben in der letzten Woche in einigen der geschädigten Gebäude festgestellt, dass aufgrund der Ost-West-Stauchungen weitere Maßnahmen ergriffen werden müssen.
Es handelt sich hierbei um ein Gebäude in der Hauptstraße, in dem ein Gewölbe verpresst werden muss und um einige Gebäude, an denen im Dachanschlussbereich Sicherungsarbeiten notwendig sind.
Im rückwärtigen Rathausgebäude (ehemaliges Bauamt) müssen noch weitere Absprießungen erfolgen. Ferner muss der Versprung im Trennwandbereich gesichert werden, da ansonsten die Trennwand einzustürzen droht.
Das Spitalgebäude (Spitalstr. 33) wurde seit Juni vier Mal begangen. Alle Rissmarken zeigen eindeutig, dass keine Veränderungen aufgetreten sind. Hier könnte mit dem  seit längerem geplanten Umbau begonnen werden. Die Stadt plant, das Gebäude einem Investor zu verkaufen. Die Ziele der Stiftungsurkunde müssen dabei beachtet werden.

zu 5.
Durch die badenova wurde in den letzten Tagen ein Leck in einer Gasleitung in der Rathausgasse repariert.
Ob hierfür vorangegangene Arbeiten ursächlich sind, muss noch geklärt werden.

zu 6.
Die Stadt Staufen zieht nach dem Besuch von Frau Staatsministerin Silke Krebs am 23.9.2011 ein positives Resumée. Zwar sind noch einige wichtige Fragen der Gesamtfinanzierung und der Schlichtungsstufe 2 offen, die neue Landesregierung steht jedoch zu den Zusagen der Vorgängerregierung und will den Weg der intensiven Zusammenarbeit und der Unterstützung der Stadt weitergehen. Dafür sind wir sehr dankbar.
Noch in diesem Jahr soll die 2.Stufe der Schlichtungsordnung mit dem Staatsministerium abschließend besprochen werden, so dass möglichst früh im Jahr 2012 mit der endgültigen Schadensregulierung begonnen werden kann. Wichtig dabei ist, dass in den nächsten Doppelhaushalt des Landes für den Schadensfall Staufen entsprechende Mittel eingestellt werden. Dies wurde von der Ministerin zugesagt.

Der nächste Pressetermin findet am Donnerstag, den 24. November 2011 um 15.00 Uhr im Ratssaal des Rathauses statt.   
                                                                       
Staufen, den 19. Oktober 2011
  

Anlagen:

Übersicht zu den geschädigten Häusern (png)
Skizze zur Kernbohrung (pdf)
Hebungsbuckel Mai 2011 (pdf)

 Druckversion