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Presseerklärung zu den Hebungsrissen

Presseerklärung vom 17.12.2010
zu den Hebungsrissen an Gebäuden in der historischen Altstadt von Staufen

zu 2.
Die Bauarbeiten für einen zweiten Brunnen in der Kirchstraße als Ergänzung zu der Erkundungsbohrung in der Rathausgasse haben momentan eine Tiefe 41 m erreicht. Die Anfangsbohrung hat dabei einen Durchmesser von über einem Meter. Nun soll eine Pilotbohrung mit verringertem Durchschnitt bis 60 m abgetäuft werden, um Einzelheiten über den zu erwartenden Schichtaufbau zu erhalten.
Der Zeitplan, die Bohrung bis Weihnachten abzuschließen, war allerdings zu optimistisch, da Abbindezeiten und damit Standzeiten eingerechnet werden müssen und auch die Vorarbeiten zur Leitungsortung länger als erwartet gedauert haben. Eine neue Schätzung geht vom Ende der Bohrarbeiten im Februar aus.

zu 3.
Die Höhenmessung vom 22.11. hat erneut eine Prozessverlangsamung ergeben.
Die nach volumetrischer Auswertung ermittelte Verlangsamung seit Beginn der Abwehrmaßnahmen im September 2009 hat eine Reduzierung um 41% im Gesamtbereich ergeben, im zentralen Bereich von 38%. Das Hebungsvolumen, messbar an der Oberfläche, ging von 5,7 Kubikmeter/Tag auf jetzt 3,34 Kubikmeter/Tag zurück.
Dennoch dürfen diese Zahlen nicht darüber hinwegtäuschen, dass diese reduzierten, aber anhaltenden Hebungen weiterhin erhebliche Schäden verursachen und wir mittlerweile an zentraler Stelle 36 cm Hebung erreicht haben.
Auf das ausgeschriebene „Leistungsverzeichnis für ein geodätisches Deformationsnetz“ sind 4 Angebote eingegangen, so dass noch vor Weihnachten der Auftrag vergeben werden kann. Mit dem Ergebnis sollen die horizontalen Erdbewegungen ermittelt werden.

zu 4.
Im Rahmen der Schlichtungsordnung sind inzwischen 11 Anträge bei der Schlichtungsstelle gestellt worden – davon wurde in bisher 2 Fällen der Schlichterspruch angenommen. Ein Antrag zum Herunterladen ist auf der Homepage der Stadt Staufen veröffentlicht, das Stadtbauamt hilft bei Bedarf auch bei der Antragstellung.

zu 5.
Vom Büro für Baukonstruktion werden derzeit 129 Gebäude regelmäßig statisch überwacht. Von Juni 2010 bis heute ist diese Zahl von 122 lediglich auf 129 gestiegen. Auch derzeit sind in diesen geschädigten Gebäuden noch keine großen Sicherungsmaßnahmen notwendig.

zu 7.
Die Marketing- und Fundraisingmaßnahmen für die Stiftung zum Erhalt der historischen Altstadt Staufens sind erfolgreich angelaufen. Die für diesen Zweck herausgegebenen Sonderbriefmarken müssen bereits nachbestellt werden. Inzwischen haben auch zwei Kommunen im Landkreis ihre Solidarität mit Staufen bekundet, in dem sie – nach dem Vorbild von Staufens französischer Partnerstadt – der Stiftung 1,- Euro pro Einwohner spenden werden. Auch im neuen Jahr sind weitere Aktionen der Stiftung vorgesehen,
mit denen Spendengelder eingeworben werden sollen.

zu 8.
Herr Ministerpräsident Stefan Mappus, der einen Besuch in Staufen noch vor Jahresende zusagte, wird am Montag, den 20.12.2010 nach Staufen kommen und um 10.30 Uhr auf einer Pressekonferenz im Stubenhaus für Fragen zur Verfügung stehen.

Der nächste Pressetermin findet am Donnerstag, den 20. Januar 2011 um 15.00 Uhr im Ratssaal des Rathauses statt.

Staufen, den 17. Dezember 2010

Anlagen:

Übersicht zu den geschädigten Häusern (png)
Skizze zur Kernbohrung (pdf)
Hebungsbuckel September 2010 (pdf)

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