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Presseerklärung zu den Hebungsrissen

Zu 1:

Die Brunnenbohrung 4 (BB 4) hinter dem historischen Rathaus ist derzeit bei 58,8 Metern angekommen. Bereits bei einer Tiefe von 30,5 Metern wurde der obere Gipsspiegel angetroffen. Ein Nachfall der Bohrlochwandung bei 36 Metern Tiefe behinderte den Einbau des ersten Sperrohres. Es wurde eine Vergütung der Bohrlochwandung durch Zwischenzementation erforderlich. Die Aufbohrung der Zementplombe ist in Kürze möglich.

Wie bei der Erkundungsbohrung 2 werden die Bohrkerne im Labor des Landesamtes für Geologie, Rohstoffe und Bergbau (LGRB) untersucht. In der der Zeit vom 21. August bis 17. November 2014 lagen die Entnahmeraten in der Erkundungsbohrung 2 bei 1,45 l/Sek. während in der Brunnenbohrung 3 1,69 l/Sek. gepumpt wurden. Der Trend, mit zunehmend kleineren Pumpraten das Absenkziel zu erreichen, setzt sich damit fort. Es ist davon auszugehen, dass das anfangs vorhandene Wasserreservoir weitestgehend abgewirtschaftet ist und neues Wasser nur langsam nachfließt.

Die Ergebnisse der Überprüfung der elektrischen Leitfähigkeit lassen darauf schließen, dass weiterhin keine Auslösungsprozesse im Untergrund stattfinden.

Zu 2:

Zur Sitzung des Arbeitskreises Hebungsrisse lagen die vollständigen Auswertungen der Höhenmessungen, mit welchen das Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald bereits am 22. September 2014 begonnen hatte, vor. Demnach bestätigt sich der bisherige Trend der weiterhin anhaltenden Hebungen mit ca. 2,6 - 2,8 mm pro Monat in der Spitze. Die Hebungen wurden im Innenbereich gemessen, der Außenbereich hingegen zeigt sich stabil. Zwischenzeitlich beträgt die Gesamthebung im zentralen Bereich maximal ca. 52 Zentimeter. Neben den Höhenverschiebungen halten die Lageverschiebungen von über 40 Zentimetern ebenfalls weiter an.

Zu 3:

Weitere Schäden an verschiedenen privaten Gebäuden sind nach Angaben des Büros für Baukonstruktionen zu verzeichnen. Neben der Instandsetzung klemmender Türen und Fenster, sind gelöste Putzteile zu sichern und Risse/Fugen in Außenwänden vor Wintereinbruch zu schließen. Nach Rückbau eines Teilbereiches des technischen Rathauses wird der verbliebene Baukörper in der kommenden Woche begehbar gemacht, hierzu ist der Einbau einer provisorischen Treppe erforderlich. Ferner wird der verbliebene Teil mit Spanlatten und Folien gegen Feuchtigkeit geschützt.

Zu 4:

Das TÜV Gutachten zu den Arbeiten am Erdgasnetz liegt nach Angaben von badenova seit letzter Woche in Schriftform vor, ohne Mängel oder weitere Auflagen. Das Gutachten bestätigt, dass die Zyklen für die regelmäßigen Überprüfungen der Gasinstallationen auf max. jährlich außerhalb des zentralen Hebungsgebietes ausgedehnt werden können. Im zentralen Gebiet sind weiterhin kürzere Prüfintervalle vorgesehen. Die Überprüfungszyklen der Hausinneninstallationen werden in Kürze gemeinsam zwischen badenova und der Stadt Staufen festgelegt.

Zu 5:

Die nächste Presseerklärung erscheint nach der Sitzung des Arbeitskreises Hebungsrisse, der am Mittwoch, den 25. Februar 2015, das nächste Mal tagt.
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