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Presserklärung zu den Hebungsrissen

Zu 1:
Der Antrag auf wasserrechtliche Genehmigung für den zweiten Wasserhaltungsbrunnen nach der ausgebauten Erkundungsbohrung (EKB 2), die sogenannte Brunnenbohrung 4, wurde durch die Stadt Staufen beim Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald eingereicht. Noch bis zum 17.07.2014 können die betroffenen Fachbehörden ihre Stellungnahmen abgeben, danach wird über den Antrag entschieden.

Die Planung für die BB 4 ist abgeschlossen und die beschränkte Ausschreibung vorbereitet. Die Unterlagen werden in Kürze an ausgewählte Fachfirmen versandt, so dass nach Rückgabe  und Auswertung der Angebote, spätestens jedoch in der Gemeinderatssitzung am 30.07.2014, die Arbeiten vergeben werden können.

Aufgrund des vorhandenen Schichtfallens wird die Brunnenbohrung 4 etwas tiefer als die bereits vorhandene Brunnenbohrung 3, welche in der Kirchstraße abgeteuft wurde, gebohrt werden müssen. Die Bohrzeit wird auf ca. 4 Monate geschätzt.
Vor der Frostperiode sollen die Bohrung sowie sämtliche flankierenden Maßnahmen abgeschlossen werden.

Die Bohrung wird im Innenhof, zwischen dem technischen Rathaus und den Gebäuden Kirchstraße 3/7 abgeteuft.

 

Zu 2:
Das Grundwassermonitoring bestätigt einen stationären, ruhigen Pumpbetrieb. Bei gleicher Entnahmetiefe nehmen die Pumpraten weiterhin leicht ab und liegen bei 3 l/sec. insgesamt gut.

 

Zu 3:
Nach Angaben des Büros für Baukonstruktionen sind weitere Schäden an verschiedenen Gebäuden zu verzeichnen.
In der Hauptstraße ist ein Balkon abzudichten, ferner eine Deckensicherung vorzunehmen. In der Rathausgasse ist eine erneute Sicherung im Bereich des Kamins erforderlich, im Bereich der ehemaligen Winzergenossenschaft und des Stadtschlosses hat sich der Pflasterbelag aufgeschoben. Das Gesamtschadensbild vergrößert sich weiter.

 

Zu 4:
Seit 23.06.2014 werden die turnusmäßigen Höhenmessungen des Landratsamtes Breisgau-Hochschwarzwald durchgeführt.
Nach ersten Ergebnissen liegen die monatlichen Hebungsbeträge weiterhin  bei ca. 3 mm an ausgewählten Punkten im Zentrumsbereich, was darauf hindeutet, dass sich die höchsten Hebungsbeträge seit Oktober 2013 nicht nennenswert verändert haben. Der neueste Hebungsbuckel wird nach Auswertung aller Daten veröffentlicht.

 

Zu 5:
Nach Angabe von badenova wurden die aktuellen Prüfzyklen der Gashausanschlüsse mit der Energieaufsicht erörtert, ferner soll neu festgelegt werden, welche Untersuchungen, insbesondere außerhalb des Kerngebietes, in welchem Abstand erforderlich sind.
Die abschließende Festlegung erfolgt zeitnah unter Berücksichtigung des in Kürze vorliegenden Berichtes des TÜV Süd.
Es ist ferner vorgesehen einen TRGI Sachverständigen zu beauftragen, die Bewertung der Installationen vorzunehmen und dessen Empfehlung bei der Festlegung der Prüfzyklen ebenfalls zu berücksichtigen.

Bei den kürzlich durchgeführten Messungen an den Dehnungsbögen des Erdgasnetzes wurde festgestellt, dass sowohl der Dehnungsbogen in der Rathausgasse wie auch in der Hauptstraße die Maximaldehnung erreicht hat und beide Dehnungsbögen erneut regeneriert werden müssen.
Für die Aufgrabungen wird jeweils ein Zeitfenster von ca. 5 Werktagen benötigt, die Arbeiten finden in Kürze statt.

 

Zu 6:
Nach Auswertung der Daten der 2. Wiederholungsmessung wurden in der jüngsten Sitzung des Arbeitskreises Hebungsrisse die Ergebnisse durch das Karlsruher Institut für Technologie (KIT), Karlsruhe, vorgestellt.

Die erste Messung (Nullmessung) fand im März 2011, die 1. Wiederholungsmessung im Januar 2012 und die 2. Wiederholungsmessung im März 2014 statt.

Das Netz enthält 6 Stabilpunkte in Entfernungen von 480 bis 990 m sowie zahlreiche Punkte im inneren Bereich.

Mit Hilfe der nun vorliegenden Daten sind Berechnungen von relativen Bewegungen (Zerrungen/Stauchungen) zwischen beliebigen Netzpunkten möglich, ferner können für einzelne Punkte Bewegungen gesichert ausgeschlossen werden.

Der Problembereich mit deutlich signifikanten Lageänderungen liegt eindeutig im Bereich Meiergasse/Jägergasse, andere Bereiche sind weitgehend unauffällig.

Aus Sicht des KIT wird vorgeschlagen ein reduziertes Netz im Problembereich zu definieren und hier eine weitere Messung –mit Blick auf die entstehenden Kosten- frühestens in 2 Jahren durchzuführen, für die Beobachtung des Gesamtnetzes reicht eventuell eine Messung alle 5 Jahre aus.

 

Zu 7:

Die nächste Presseerklärung erscheint nach der Sitzung des Arbeitskreises Hebungsrisse, welcher am 24.09.2014 das nächste Mal tagt.

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