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Presserklärung zu den Hebungsrissen

Zu 1:

Die Brunnenbohrung 4 kann nach Abschluss der Untersuchungen als technisch sehr anspruchsvoll bezeichnet werden. Zur Festlegung des Ausbaus der BB 4 wurden in den vergangenen Wochen zahlreiche Tests (u.a. Fluid Logging und Flowmeter-Messungen bis 148 m) durchgeführt, insbesondere auch um die Wasserzutritte im Bohrloch zu erkunden.
Im Ergebnis wurde festgestellt, dass es einen deutlichen Wasserzutritt zwischen 138 und 136 m, Niveau Unterer Gipsspiegel gibt, aber keinerlei Hinweise auf Wasserzutritt aus dem Unterkeuper (in 150 – 140 m Tiefe) vorliegen.
Nach Quantifizierung des Wasserzutritts ist der Einbau einer Zementplombe bis 140 m u. GOK und der Einbau eines PVC Filterrohrs bis ca. 123 m erfolgt.
In der Brunnenbohrung 4 wird mit einer geringen Pumprate von 1 l/s eine Absenkung von 128 m, in der BB 3 bei einer Pumprate von 1,2 l/s eine Absenkung von 103 m und in der EKB 2 bei einer Pumprate von 1,3 l/s eine Absenkung von 139 m erreicht.
Die Experten haben sich auf einen provisorischen Ausbau mit PVC Filterrohr geeinigt, da in den nächsten Monaten mit Verunreinigungen des Filters durch noch vorhandene Wassertrübungen zu rechnen ist. Der Zeitpunkt des endgültigen Ausbaus mit Edelstahlrohren steht noch nicht fest; er wird jedoch frühestens in ein bis zwei Jahren erfolgen.
Der Pumpbetrieb in der BB 3 läuft derzeit nicht störungsfrei, daher wurde die Anschaffung und der Einbau einer neuen Pumpe festgelegt. Die neue Pumpe wird der erforderlichen Leistung angepasst und kann daher geringer als bisher dimensioniert werden. Die Bewirtschaftungskosten können hierdurch ebenfalls reduziert werden.
Die drei Brunnen werden optimal aufeinander abgestimmt, so dass das beste Absenkziel erreicht wird.


Zu 2:

Die nächsten und somit letzten Höhenmessungen vor der Winterpause 2015/2016 des Landratsamtes Breisgau-Hochschwarzwald finden im Oktober statt. Die Auswertungen werden zur nächsten Arbeitskreissitzung im November vorliegen. Ob aufgrund der Inbetriebnahme der BB 4 bereits weitere Abnahmen der Hebungsraten zu verzeichnen sind, bleibt abzuwarten.


Zu 3:

Aufgrund der andauernden Hebungen nehmen die Schäden an den einzelnen Gebäuden vor allem im Zentrumsbereich weiter zu. Dies belegen die monatlichen Berichte und Fotodokumentationen des mit der statischen Sicherung beauftragten Büros für Baukonstruktionen aus Karlsruhe. Das Büro berichtet über weitere Schäden an diversen Gebäuden. So gibt es neben der Sicherung von Ziegeln, Instandsetzungen klemmender Fenster und Türen unterschiedlichste Schäden an verschiedenen Bauteilen, die regelmäßig zu beobachten sind.


Zu 4:

Bei der Schlichtungsstelle sind mittlerweile insgesamt 299 Schlichtungsanträge eingegangen, davon 135 im vereinfachten Verfahren. Im Rathauscafé wurden in der Zeit des Pächterwechsels anstehende Sanierungsarbeiten durchgeführt. Die Wiederinbetriebnahme ist für Ende des Jahres vorgesehen.
Die Gesamtkosten der Schadensabwehr und für die bisherigen Sanierungsarbeiten belaufen sich auf rd. 9,49 Mio. €. Davon hat das Land zusammen mit allen Kommunen Baden-Württembergs rd. 7,2 Mio. € übernommen. Der Stadt Staufen sind damit einschließlich eigener Leistungen durch die Stadtverwaltung und den städtischen Bauhof Kosten in Höhe von rd. 3 Mio. € entstanden.


Zu 5:

Aus Sicht von badenova stehen aktuell keine zusätzlichen Maßnahmen am Erdgasnetz an. Derzeit läuft die Abstimmung der Überprüfungszyklen der Gashausinneninstallationen zwischen der Stadt Staufen, bnNETZE GmbH und einem unabhängigen Sachverständigen.


Zu 6:

Die nächste Presseerklärung erscheint nach der Sitzung des Arbeitskreises Hebungsrisse, der am Mittwoch, den 11. November 2015, das nächste Mal tagt.

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