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Presserklärung zu den Hebungsrissen

Zu 1:
Nach Abschluss der Bohrarbeiten in der Brunnenbohrung 4 läuft der gemeinsame Pumpbetrieb in der Erkundungsbohrung 2 sowie auch in der Brunnenbohrung 3 und 4. Hierbei werden in der Erkundungsbohrung 2 1,3 l/s gepumpt und dabei eine Absenkung von 139 m erzielt, und in der Brunnenbohrung 3 mit einer Pumprate von 1,2 l/s die Absenkung von 103 m erreicht. Die BB4 pumpt mit 1 l/s auf 128 m Absenktiefe. In der Summe liegt die gesamte Pumpleistung bei 3,5 l/s, die somit die wasserrechtlich genehmigte Entnahmemenge nicht überschreitet. In der Zeit vom 03.10. bis 10.11. konnte ein ruhiger Pumpbetrieb festgestellt werden. Die Überprüfung der elektrischen Leitfähigkeit des abgepumpten Wassers ergab keine Auffälligkeiten. Da in unterschiedlichen Schichten abgepumpt wird, gibt es zwei verschiedene Wassertypen, dies spiegelt sich u. a. im Sulfat- und Magnesiumgehalt wieder.
Die Schwankungen der Entnahmerate im Pumpbetrieb der Brunnenbohrung 3 konnten mit Austausch der Pumpe ausgeglichen werden. Die Entnahmerate ist wieder sehr stabil ebenso der Absenkungsbetrag, was auf einen technischen Defekt der alten Pumpe hindeutet.

Zu 2:
Das Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald hat im Oktober die letzten Höhenmessungen für 2015 durchgeführt. Hierbei konnte festgestellt werden, dass die Hebungsbeträge aller Mess-Punkte eine abnehmende Tendenz aufweisen. An einigen der Messpunkte, die bisher eine Zunahme von über 2 mm aufwiesen, ist der Wert auf unter 2 mm gesunken.
Bei der Messung wurde ferner festgestellt, dass es nach wie vor auch seitliche Verschiebungen im betreffenden Bereich gibt, die sich jedoch ebenfalls verlangsamt haben. Die höchste Hebungsrate liegt noch bei 2,34 mm / Monat.
Die nächsten Messungen des Landratsamts Breisgau-Hochschwarzwald finden im kommenden Jahr im Frühjahr, Sommer und Herbst statt. Wir gehen davon aus, dass in der Messung im Frühjahr die Auswirkungen der Brunnenbohrung 4 bestätigt werden können.

Zu 3:
Aus Sicht des Büros für Baukonstruktionen sind nach wie vor weitere zusätzliche Schäden an verschiedensten Gebäuden zu verzeichnen. Im Rathauscafé sind die Sanierungsarbeiten im vollen Gange, am Gasthaus Löwen werden lose Putzteile abgeschlagen und erneuert, die Grundstücksmauer zwischen Jägergasse und Parkplatz der Baugenossenschaft Familienheim Markgräflerland e.G. wird derzeit unterfangen.
Weiterhin stehen Arbeiten an einer Mauer in der Jägergasse sowie Fliesenarbeiten in einem Gasthaus in der Hauptstraße an. Eine elektrische Fußbodenheizung ist zu prüfen, eine Geschossdecke aus Stein ist zu ertüchtigen und eine problematische Außenwand ist zu beobachten. Ebenso sind schleifende Türen zu reparieren oder Mauerrisse und Dachanschlüsse gegen Zugluft und eindringende Feuchtigkeit zu schließen.

Zu 4: Bei der Schlichtungsstelle sind mittlerweile insgesamt 308 Schlichtungsanträge eingegangen, davon 139 im vereinfachten Verfahren. Zusätzlich wurden einige Verfahren aus den vergangen Jahren wieder aufgenommen. Die Gesamtkosten der Schadensabwehr und für die bisherigen Sanierungsarbeiten be-laufen sich auf über 10 Millionen Euro.

Zu 5:
Aus Sicht der bnNETZE GmbH stehen aktuell keine Maßnahmen am Erdgasnetz an. Sie teilt jedoch mit, dass sie über Wasserrohrbrüche in einem Gebäude in der Johannesgasse informiert wurde und deshalb den Überprüfungsrhythmus auf 3-wöchentlich gekürzt hat.
Zur Abstimmung der Überprüfungszyklen der Gashausinneninstallationen wurde mittlerweile ein Auftrag an ein regionales Ingenieurbüro für Energieeffizienz und Gebäudetechnik vergeben, das die vorhandenen Installationen und Leitungsführungen aufnimmt und dokumentiert. Beratend steht ein VDI Sachverständiger zur Seite. Ergebnisse werden im Frühjahr nächsten Jahres erwartet.

Zu 6:
Die nächste Presseerklärung erscheint nach der Sitzung des Arbeitskreises Hebungs-risse, der am Mittwoch, den 20. Januar 2016, das nächste Mal tagt.

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