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Presserklärung zu den Hebungsrissen

Zu 1:
Im Zeitraum vom 6. bis 15. März sowie vom 20. bis 23. März erfolgt nach 2011 und 2014 eine erneute Nachmessung des Deformationsnetzes bezüglich der Horizontaverschiebung. Außerdem erfolgt die Frühjahrshöhenmessung im März, sodass die Ergebnisse zur nächsten Arbeitskreissitzung im April vorliegen.

Zu 2:
Der gemeinsame Pumpbetrieb läuft weiterhin störungsfrei; die Entnahmerate aller drei Brunnen liegt summarisch konstant bei ca. 3,2 l/Sek. Aktuelle Messungen zeigen ferner eine sehr leichte Abnahme der elektrischen Leitfähigkeit des abgepumpten Wassers, was auf eine Veränderung der Altersstruktur des Wassers schließen lässt. Um diese näher zu bestimmen, wird das Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau demnächst eine Isotopen-Beprobung vornehmen. Zusätzlich soll ein Temperaturprofil erstellt werden, um zu überprüfen, wie sich der chemische Umwandlungsprozess im Untergrund entwickelt hat.
Die Kontrolle der Ringräume der Erdwärmesonden 1 bis 7 im oberen Bereich erfolgt mit den nächsten Messungen / Öffnung der Pumpen.

Zu 3:
Die Sanierungsarbeiten des ersten Bauabschnitts am Rathaus sind beendet. Durch die Sanierung der Risse, Fenster und Rollladenkästen kann nun wieder in erheblichem Maß Energie eingespart werden. Es folgt ein zweiter Bauabschnitt im hinteren Teil des Rathauses.
Einige größere Sanierungsvorhaben in der Hauptstraße sind erfolgreich abgeschlossen worden, weitere stehen an.

Zu 4:
Der TÜV Süd schlägt vor, zunächst alle Hausgasinneninstallationen im aktiven Hebungsgebiet zu begehen, außerdem alle Gebäude, bei denen das Büro für Baukonstruktionen die Notwendigkeit dazu sieht. An die übrigen Gebäudeeigentümer soll ein Fragebogen zur Selbsteinschätzung durch die Betroffenen versandt werden, in dem auch die Möglichkeit besteht, Hilfe zur Beurteilung der individuellen Situation in Anspruch zu nehmen.

Zu 5:
Eine Kamera-Befahrung des Abwasserkanals in der Rathausgasse hatte erhebliche Hebungsschäden ergeben, die Sanierung erfolgte auf einer Teilstrecke durch Aufgrabung, auf zwei weiteren Teilstrecken wurde eine Inliner-Sanierung durchgeführt. Durch die Einleitung des aus den Bohrlöchern abgepumpten Wassers in den Kanal war es außerdem zu zentimeterdicken Ablagerungen von Ettringit in den Rohren gekommen. Diese Ausfällung stammt aus der Reaktion zwischen dem mineralisierten Pumpenwasser und den Beton-Kanalrohren. Die Sulfate lösen außerdem den Beton, verringern durch die Ablagerung den Rohrdurchmesser und gefährden auf Dauer die Stabilität der Rohre. Die neuen Rohre sind deshalb aus Kunststoff. Die Fachleute werden vor diesem Hintergrund prüfen, ob eine direktere Einleitung des abgepumpten Wassers in den Neumagen notwendig ist.

Zu 6:
Im Juli führt die Gesellschaft für Geodäsie, Geoinformation und Landmanagement e. V. (DVW) eine Veranstaltungswoche zur Geodäsie durch. Einer der Aktionstage wird voraussichtlich am 20. Juli 2017 in Staufen stattfinden. Näheres dazu unter www.aktionswoche-geodaesie-bw.de/.

Zu 7: Die nächste Presseerklärung erscheint nach der Sitzung des Arbeitskreises Hebungsrisse, der am Mittwoch, den 19. April 2017, das nächste Mal tagt.
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