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Presserklärung zu den Hebungsrissen

Zu 1:
Bei der letzten Höhenmessung im März konnte ein weiterer geringfügiger Rückgang der Hebungsraten festgestellt werden; alle Messwerte liegen unterhalb von 2 mm im Monat mit asymptotischer Annäherung an die Null-Linie, jedoch ist eine Extrapolation in die Zukunft nicht möglich, so dass keine verlässliche Aussage getroffen werden kann, wann die Hebungen aufhören. Bei den in der Peripherie des Hebungsgebietes gelegenen Messpunkten kommt es aufgrund der geringen Bewegungen zu Messungenauigkeiten, wie sie auch bei unbewegtem Untergrund beobachtet werden („normales Untergrundrauschen"). Termin der nächsten Höhenmessung vor der Winterpause ist der 9.-12. Oktober.

Zu 2:
Der Pumpbetrieb läuft wieder ruhig, seit die Pumpe in BB3 ausgetauscht wurde. Im Betrieb war ein ungleichmäßiger Lauf aufgetreten, und die Pumpe zeitweise trocken gefallen. Bei der Untersuchung der Apparatur wurde ein erhöhter Verschleiß festgestellt. Seitdem läuft der Pumpbetrieb wieder störungsfrei mit einer Förderrate von ca. 3,2 l/s, was weit unter der wasserrechtlich genehmigten Förderrate liegt. Die Leitfähigkeit ist leicht gestiegen, was wahrscheinlich zurück zu führen ist auf die leicht gestiegene Pumpfrequenz in BB4.

Zu 3:
Das Büro für Baukonstruktionen teilt mit, dass es weniger neue Gebäudeschäden gibt. Die Schadenskategorien sind weiterhin im Wesentlichen Fenster, Türen, Fliesen und Putzablösungen, neu ist z. B. ein Giebelriss. Größere statische Reparaturen im Keller eines Gasthofes sind abgeschlossen. Jetzt werden vermehrt Sanierungsprojekte angegangen, die schon länger anstehen. In den Randbezirken des Hebungsgebietes wollen die ersten Eigentümer endgültige Sanierungen angehen. Am Rathaus soll vor der kalten Jahreszeit der große Mauerwerksriss an der Westfassade zum Nachbargebäude geschlossen werden. Die Lilienhofschule soll saniert werden, sobald über zwei Jahre hinweg keine Änderungen der Schäden mehr beobachtet worden sind.

Zu 4:
Die regelmäßigen Kontrollen des öffentlichen Erdgasnetzes blieben ohne Beanstandung.

Zu 5:
Aufgrund des trockenen Sommers und der Höhenverschiebung der Altstadt genügt das Gefälle zwischen der Brunnstube und dem Marktplatz nicht mehr, um mit dem natürlichen Wasserdruck alle Stadtbrunnen ausreichend zu speisen. Ob das Pumpenwasser aus dem Abwehrbetrieb wegen seiner chemischen Zusammensetzung für die Versorgung der Stadtbrunnen genutzt werden kann, ist noch abschließend zu klären. Es ist jedoch das Ziel der Stadtverwaltung, die Brunnen der Stadt wieder in Betrieb zu nehmen.

Zu 6:
Der TÜV Süd, der mit der Beurteilung der Sicherheit der Gasinneninstallationen in den Gebäuden im Hebungsgebiet beauftragt ist, hat weitere Hausgasinnenanlagen begutachtet. Bei den meisten der bisher untersuchten Anlagen stuft der TÜV-Sachverständige das Risiko eines Gasunfalls aufgrund der Bodenbewegungen als gering ein.

Zu 7:
Ab Oktober soll ein neuer stellvertretender Schlichter die Arbeit der Schlichtungsstelle unterstützen. Die Bestellung erfolgt in Abstimmung zwischen der Interessengemeinschaft der Risse-Geschädigten GbR (IGR) und der Stadt Staufen. Dafür soll die Schlichtungsordnung entsprechend angepasst werden.

Zu 8:
Die nächste Pressemitteilung erscheint nach der Sitzung des Arbeitskreises Hebungs-risse, der am Mittwoch, den 29. November 2017, das nächste Mal tagt.

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