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Stadt Staufen, Land Baden-Württemberg und Kommunale Landesverbände unterzeichnen Vereinbarung zu den Hebungsschäden in Staufen

Mit der Unterzeichnung der Vereinbarung zu den Hebungsschäden zwischen der Stadt Staufen, dem Land Baden-Württemberg und den Kommunalen Landesverbänden bekommen alle betroffenen Bürgerinnen und Bürger in Staufen eine sichere und verlässliche Grundlage, um die Hebungsschäden finanziell zu bewältigen. Seit 2008 haben das Land und die Kommunalen Landesverbände rund 5,3 Millionen Euro für verschiedene Maßnahmen in der Stadt zur Verfügung gestellt. Nun stellen Land und Kommunale Landesverbände weitere 24 Millionen Euro für die Behebung der Schäden bereit. Die Stadt Staufen beteiligt sich mit 6 Millionen Euro für ihre Bürgerinnen und Bürger, nachdem sie bisher schon über 2,5 Mio. Euro dafür aufgewendet hat.

“Mit der Unterzeichnung der Vereinbarung haben wir heute gemeinsam einen sehr wichtigen Schritt zur Bewältigung der Hebungsrissekatastrophe in Staufen getan. Eine große Solidargemeinschaft von Land und Kommunen ebnet damit den schon bisher erfolgreichen Weg der außergerichtlichen Streitbeilegung. Im Namen aller rissgeschädigten Bürgerinnen und Bürger danke ich allen, die ihren Teil dazu beigetragen haben. Wir haben in vorbildlicher Weise zusammengehalten und gezeigt, dass Staufen nicht auseinanderbricht. Dies lässt uns weiter optimistisch in die Zukunft blicken“, so Bürgermeister Michael Benitz.

„Das Geld, das wir für Staufen in dieser einzigartigen Sachlage zur Verfügung stellen, kann die Hebungskatastrophe nicht einfach rückgängig machen. Es kann auch die täglichen Erschwernisse, die das Leben in einem rissgeschädigten Haus mit sich bringt, nicht ungeschehen machen. Aber es kann in dieser speziellen Situation sicherlich dazu beitragen, den betroffenen Menschen vor Ort eine verlässliche Perspektive für eine dauerhafte Behebung der Schäden zu geben“, betonte Ministerpräsident Winfried Kretschmann. Die Landesregierung habe aus der Erfahrung von Staufen die Vorgaben bei Geothermiebohrungen verschärft, so zum Beispiel bei der Zertifizierung von Bohrunternehmen oder auch bei den Sicherheitsanforderungen. Zudem solle mit gezielten Forschungsprojekten die Sicherheit und Qualität geothermischer Maßnahmen weiter erhöht werden. „Ganz auf Geothermie zu verzichten wäre falsch. Schließlich ist sie ein wichtiger Baustein für die Erhöhung des Anteils Erneuerbarer Energien in der Wärmeerzeugung“, so Kretschmann.

Der Vizepräsident des baden-württembergischen Gemeindetags, Artur Ostermaier, sagte: „Mit der Unterzeichnung der Vereinbarung wollen wir Solidarität aller Städte und Gemeinden im Land gegenüber der Stadt Staufen zum Ausdruck bringen und der Stadt Staufen eine Zukunft geben.

„Die Aufgaben werden auch in Staufen in der Zukunft vielfältig und herausfordernd sein. Aber die letzten Jahre unter so schwierigen Bedingungen haben gezeigt, dass die Menschen in Staufen ein solides Fundament dafür haben – auch wenn sich der Boden hebt. Die kommunale Familie steht an der Seite von Staufen, gemeinsam werden wir die Herausforderungen meistern“, so die Präsidentin des Städtetags Baden-Württemberg, Oberbürgermeisterin Barbara Bosch.
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