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Hebungsrisse: Runder Tisch

Protokoll Runder Tisch vom 23.09.2013

Objekt: Hebungen der Altstadt

Teilnehmer: Herr Dr. Kollnig
Herr Teigeler (Vorsitzender Schlichtungsstelle)
Frau Tönnies (Stadtbauamt, Schlichtungsstelle)

Beginn: 19.00 Uhr

1. Herr Dr. Kollnig begrüßt die Anwesenden. Er dankt Herrn Teigeler und Frau Tönnies für deren Anwesenheit und Mitgestaltung des heutigen Abends.

Herr Dr. Kollnig geht kurz auf die Informationsveranstaltung am 12.07.2013 in der Aula des Faust-Gymnasiums ein. Hier hatten u.a. die Experten des Regierungsprä-sidiums, Herr Dr. Ruch und Herr Dr. Wirsing, sowie Herr Breder von der Ingenieurgruppe Geotechnik einen Sachstandsbericht über ihre Erkundungen und Sanie-rungsmaßnahmen gegeben.

Der Fall „Staufen“ wird auf entsprechenden Fachtagungen und in Fachzeitschriften immer wieder vorgestellt. Aus den angesprochenen Expertenkreisen kamen bislang keine Hinweise auf bessere Abwehrmaßnahmen oder gar Ideen, wie die Hebungen gestoppt werden könnten.

Die Regulierung der Schäden werde vom Land Baden-Württemberg und der Stadt Staufen getragen; eine entsprechende Vereinbarung über die Finanzierung der Ge-samtschadenssumme werde in Kürze schriftlich fixiert.

2. Herr Dr. Kollnig bittet die Anwesenden, Ihnen auffallende Risse zu melden. Zwei Hauseigentümer aus der St. Johannesgasse bitten um Termine mit den Statikern aus Karlsruhe.

3. Herr Teigeler berichtet von der Arbeit der Schlichtungsstelle. Er weist darauf hin, dass sich in den vergangenen Monaten die vereinfachten Schlichtungsverfahren gemäß § 30 der Schlichtungsordnung bewährt hätten. Diese Verfahren finden Anwendung bei einer Schadenssumme unter € 1.000 und bei eindeutiger Schadensursache durch die Geländeveränderungen (Hebungen oder Ver-schiebungen).

4. Hauptstraße und Spitalstraße

Diverse Hauseigentümer berichten über Schäden an ihren Gebäuden. Sie werden von Herrn Teigeler und Herr Dr. Kollnig zum weiteren Vorgehen beraten.

5. Pumpbetrieb

Eine Anwohnerin berichtet, dass sie das Pumpengeräusch (mal mehr, mal weniger laut) hört und fragt, ob es eine Möglichkeit gibt, hier Abhilfe zu schaffen.

Redaktionelle Ergänzung: Herr Dr. Kollnig hat von Herrn Breder in Erfahrung gebracht, dass die Pumpe unten in der Erkundungsbohrung 2 angebracht und oberirdisch nicht zu hören ist.

6. Ein Hauseigentümer, der außerhalb Staufens wohnt, fragt nach dem Ende der Hebungen.

Hierzu wird auf die Erkenntnisse, die in der Informationsveranstaltung vorgetragen wurden, verwiesen. Wann die Hebungen enden, kann nicht vorausgesagt werden. Durch die Abdichtung der Sonden und den Abpumpbetrieb wurden die Hebungen deutlich verlangsamt. Die pro Sekunde abgepumpte Wassermenge hat sich um ca 1/3 reduziert.

7. Endgültige Sanierungsmaßnahmen

Verfahren zur endgültigen Sanierung gibt es derzeit nur eines, es handelt sich um das auch in der Presse veröffentliche Verfahren für das Gebäude Kirchstraße 7.

Ein weiteres Verfahren zur endgültigen Sanierung eines Wohnhauses, ebenfalls in der Kirchstraße, wird wohl in Kürze folgen.

Des weiteren wird darauf hingewiesen, dass die Experten am 12.07.2013 den Haus-eigentümern in der engeren Hebungszone empfohlen haben, mit den endgültigen Sanierungen noch zuzuwarten.

8. Vertikale Verschiebungen

Diese dauern an - insbesondere in die nordwestliche Richtung.
Redaktionelle Ergänzung: Die nächsten Messdaten dazu sollen im März/April 2014 - nach Ende der Frostperiode - vorliegen.

14. Herr Dr. Kollnig schließt den Runden Tisch gegen 20.00 Uhr.
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