Viola sola

Johann Sebastian Bach  (1685-1750)  
Chromatische Fantasie für Cembalo BWV 90, 
für Viola transponiert von Zoltan Kodaly (1951)

Peter M. Hamel  (geb.1947)    
Bachbetrachtungen (1991/92)

György Ligeti (geb.1923)          
Chaconne chromatique aus der Sonate (1994)

Benjamin Britten (1913-1976)       
Metamorphosen (1951)

Ernest Bloch (1880-1959)         
Suite (1959)

Edison Denissow (1929-1996)     
Senecio (1985) aus "Drei Bilder nach Paul Klee", 
nach der Zeichnung "Kreuzblume"  

Igor Strawinsky (1882-1971)        
Elegie (1944)

Ulrich v. Wrochem (geb.1943)     
Metamorphische Frequenzen (Improvisation)

Der erste Komponist, der sich mit "Metamorphosen" beschäftigte, war 1785 Ditters v. Dittersdorf in seinen 12 Symphonien (nach Fabeln von Ovid).
In obigem Programm bezeichnet der Titel verschiedene Aspekte der Verwandlung:
Beginnend mit dem Herabschreiten in ein 500 Jahre altes Kellergewölbe,
Übertragung von einem Tasten- auf ein Streichinstrument (bei Bach),
thematischem Material aus der Barock- in die Neuzeit (bei Hamel),
Modulation und Variation eines Themas (bei Ligeti),
vom Leben zum abrupten Tod (bei der letzten Komposition Blochs),
von der Osmose in der Natur über die Zeichnung bis hin zur Musik (bei Denissow),
der Tod eines Menschen und seine Wiedergeburt in einer Komposition (bei Strawinsky), die physikalische und ästhetische Wechselwirkungen von Klang und gestischer Bewegung (bei v.Wrochem).

Ulrich von Wrochem ist ein international bekannter Bratschist, der mit renommierten Orchestern konzertiert: Bamberger und Berliner Sinfoniker, Münchner und Grazer Philharmoniker, Rundfunkorchester München und Lugano sowie Orchester der Mailänder Scala. Auch ist er ständiger Gast bei deutschsprachigen und internationalen Rundfunkanstalten, darunter in Jerusalem, Toronto und bei der BBC London.
Meisterkurse gab er in Österreich, Frankreich, den USA, Brasilien, Russland, Iran, Syrien und in Korea.
Ulrich von Wrochem spielt auf einer 300 Jahre alten und mit Malereien versehenen Bratsche alemannischer Schule.

Achtung : Das Konzert findet im sehr schönen Gewölbekeller unter dem Stadtschloss statt, in dem die Winzergenossenschaft Staufen ihr Holzfasslager unterhält. Das nicht ständig zugängliche Gewölbe bietet ein sehr interessantes Ambiente, hat allerdings eine Dauertemperatur von nur 10° C (Jacke empfiehlt sich).

80 Min., mit Pause    
Eintritt: € 15,- / erm. 12,-
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