Lesung

Der Prinz und der Revolutionär 
Prinz Asfa-Wossen Asserate
Ein äthiopisch-deutscher Brückenschlag
   
Samstag, 13.10.07,  16.00 Uhr, Stubenhaus

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Veranstalter:18. Kulturwoche:
Die beste aller Welten
Veranstaltungsort:Stubenhaus am Marktplatz
Datum:Samstag, 13.10.07, 16.00 Uhr
Sonstiges:Dauer: 70 Min.
16,-/erm. 12,- Euro
Asfa-Wossen Asserate stellt vor: Adolph Freiherr Knigges
Benjamin Noldmanns Geschichte der Aufklärung in Abyssinien

1791, die Revolution in Frankreich tritt gerade in die heiße Phase, da erscheint ein Buch des damals nicht als Manierenpapst berühmten, sondern als Radikalaufklärer berüchtigten  Adolph Freiherr Knigge.
Und dieses Buch hat es in sich – denn den Titelhelden verschlägt es nach einigen Abenteuern, weil vor den Turbulenzen der Aufklärung aus Deutschland geflohen, ins damals Abyssinien genannte Äthiopien. Dort hat man dem König der Könige, dem alten Negus, erzählt, welche Wunder die Aufklärung bereithält – und der beschließt, sie mit Hilfe Noldmanns bei sich einzuführen.

Dr. Asfa-Wossen Asserate lebt inzwischen seit mehr als 35 Jahren als Autor und Unternehmensberater in Deutschland. Geboren wurde er 1948 in Addis Abeba. Sein Großonkel war der letzte äthiopische Kaiser Haile Selassi, sein Vater Präsident des Kaiserlichen Kronrats und ehemaliger Gouverneur (und daher Vizekönig).

Bis zu seinem Studium besuchte Prinz Asfa-Wossen Asserate die deutsche Schule in Addis Abeba, 1968 kam er nach Deutschland. In Tübingen und später auch in Cambridge studierte er Jura und Geschichte.
Wie sein Vater strebte er ein hohes Amt in der äthiopischen Regierung an, doch machte die Revolution 1974 in Äthiopien diese Pläne zunichte. Sein Vater wurde ermordet, seine Familie kam ins Gefängnis. Der Prinz blieb in Deutschland, promovierte 1978 in Frankfurt am Main und ist hier mittlerweile Unternehmensberater für Afrika und den Mittleren Osten.

Als feinsinniger und präziser Beobachter der Deutschen erwies sich Prinz Asfa-Wossen Asserate auch in einer Ethnologie der Umgangsformen, die er unter dem Titel „Manieren“ verfasst hat. Das im Oktober 2003 vorgestellte, sprachlich und stilistisch brillante Buch, wurde innerhalb kurzer Zeit ein Bestseller.

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