Paganinis Solocapricen

Niccolò Paganini (1782-1840), italienischer Komponist und vermutlich der größte Geigenvirtuose der Musikgeschichte.
Sein ans Dämonische grenzendes Genie als Vortragskünstler ist wohl bis heute unübertroffen und unvergleichbar geblieben. Wo immer der „Teufelsgeiger“ auftrat, geriet das Publikum aus dem Häuschen. 
Zu den technischen Fertigkeiten, die Paganini meisterte, gehörten Doppelgriffe, Flageoletts, Stakkati und der Wechsel der Strichart. Ungewöhnliche Effekte erlaubte ihm auch die sogenannte Scordatur, das Umstimmen der Saiten.
Paganini verdiente durch seine Konzerte ein Vermögen, durch seine kräfteraubende Konzerttätigkeit und seinen ausschweifenden Lebenswandel verausgabte er sich jedoch völlig. Aus gesundheitlichen Gründen schränkte er deshalb nach 1833 seine Konzerttätigkeit weitgehend ein und ging, um wieder zu Kräften zu kommen, nach Nizza, wo er 1840 starb.

Paganinis Kompositionen inspirierten auch andere Meister wie Robert Schumann , Johannes Brahms und Franz Liszt . Zu nennen sind hier etwa die Gitarrenquartette und Violinkonzerte sowie vor allem seine 24 Capricci für Violine Solo, op. 1, von 1818. 

Wer sich heute als Geiger an diese 24 Capricen heranwagt, weiß, was er sich vornimmt:
Nach wie vor müssen die fliegenden Staccati, Dezimenketten, die fingerbrecherischen Rasereien Paganinis bewältigt werden – ein außergewöhnliches Musikerlebnis.

Thomas Goldschmidt , 1947 in Freiburg als Sohn des Dirigenten Theodor Egel und der Altistin Marga Höffgen geboren, begann bereits mit vier Jahren mit dem Violinspiel.
Er studierte in der Schweiz (Sandor Zöldy), in Freiburg (Wolfgang Marschner) und auf Empfehlung von Isaac Stern in den USA (Josef Gingold, Tadeusz Wronski). Schließlich wurde er in London Privatschüler von Nathan Milstein.
Seine internationale solistische Konzerttätigkeit begann Th.Goldschmidt mit den Bamberger Symphonikern, dem London Philharmonic Orchestra und dem Concertgebow Orchest Amsterdam unter Eugen Jochum. Seither ist er mit zahlreichen bedeutenden Dirigenten und Orchestern u.a. in Berlin, Wien, Zürich, Mailand, Amsterdam und bei internationalen Festspielen aufgetreten, u.a. auch als Duo-Partner mit dem Pianisten Wilhelm Kempff.
Thomas Goldschmidt ist Mendelssohn- und Paganini-Preisträger und Professor an der Hochschule für Musik in Würzburg. Er lebt mit seiner Frau und seinen 8 Kindern im Markgräflerland. 

80 Min., mit Pause
Eintritt: € 15,- / erm.12,-
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