Rezitation

KINSKI spricht KINSKI:
Fieber – Tagebuch eines Aussätzigen
 
Nikolai Kinski rezitiert Gedichte seines Vaters

Montag, 8.10.07,  20.00 Uhr, Spiegelzelt

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Veranstalter:18. Kulturwoche:
Die beste aller Welten
Veranstaltungsort:Spiegelzelt
Datum:Montag, 8.10.07, 20.00 Uhr
Sonstiges:Dauer: 60 Min.
16,-/erm. 12,- Euro
Im Sommer 1952, sieben Jahre bevor er die erste und zehn Jahre bevor er die letzte seiner insgesamt 32 (!) Sprechplatten aufnehmen wird, schreibt Klaus Kinski eine Sammlung wütender Gedichte. Sie sind geprägt durch die Verse seiner Seelenverwandten Villon und Rimbaud, aber auch bereits hiesige Vorläufer der amerikanischen Beatnik-Kultur. Doch obwohl Klaus Kinski sich auf der Bühne und auf Schallplatten durch einen beachtlichen Teil der Weltliteratur kämpft und sich als „Elvis Presley der Literatur“ in Deutschland ein Millionenpublikum und die Basis seines späteren Ruhmes erarbeitet, wird er die eigene Lyrik nie vortragen, ja nicht einmal zur Veröffentlichung bringen.
Erst im Sommer 2001 erscheint der Gedichtband „Fieber – Tagebuch eines Aussätzigen“ posthum und erntet ein gewaltiges Medienecho. Kinskis Verse seien „von gefährlicher Präzision“ und „die literarische Entdeckung des Jahres“, das „irre Buch“ sei ein „Klassiker deutschsprachiger Dichtkunst“ und „selbst die wüstesten Provokationen“ seien „tadellos gereimt“, schrieben damals die Rezensenten.

Im Herbst 2001 unternimmt der in Kalifornien englischsprachig aufgewachsene Schauspieler Nikolai Kinski erstmalig eine Reise in die Heimat seines Vaters. Fasziniert von der deutschen Kultur übersiedelt er zwei Jahre später nach Berlin und lernt seine ersten deutschen Worte. In der Folgezeit gelingt ihm der berufliche Spagat zwischen deutschen TV- und internationalen Kino-Produktionen.Für seine Rolle als Egon Schiele neben John Malkovich im Film „Klimt“ erhielt er 2006 den österreichischen Fernsehpreis „Romy“. Sein letzter Theaterauftritt fand vor sechs Jahren in New York statt. Mit „KINSKI spricht KINSKI: Fieber – Tagebuch eines Aussätzigen“ kehrt Nikolai Kinski auf die Bühne zurück und schließt die Rezitationslücke, die sein Vater hinterlassen hat.  

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Pressestimmen nach der von Publikum und Presse gleichermaßen gefeierten Premiere im Februar 2007 in der Bar jeder Vernunft, einem Spiegelzelt in Berlin. 
Eine Stunde, in der der Wahl-Berliner dem Publikum im voll besetzten Spiegelzelt einen kleinen Einblick in das große, wirre Universum seines exzentrischen Vaters gewährt. Mit Erfolg: Das Publikum feiert Nikolai Kinski zum Schluss begeistert. (AP)

Gestern lieferte Nikolai Kinski ein erstaunliches Zeugnis seiner in relativ kurzer Zeit erworbenen deutschen Sprachkenntnisse ab und trug die Gedichte seines Vaters in einem einstündigen Nonstop-Programm auswendig und ohne Versprecher mal leise, fast zärtlich oder einschmeichelnd klingend und dann wieder mit einem zornbebenden Wutausbruch vor. (DPA)

In der Bar jeder Vernunft trug Schauspieler Nikolai Kinski gestern Gedichte seines Vaters vor und begeisterte das Publikum. Ein starker Auftritt! (BILD)

Nikolai Kinski nimmt dieses wild wuchernde Erbe durchaus ernst und bescheiden an, versucht keine Kopie des Vaters, transportiert die provokanten Bilder engagiert, aber nicht exaltiert, poetisch und mit sanfter Distanz. Der durchaus stürmische Applaus dafür zeugt schon von einer Fan-Gemeinde aus seiner Generation. (Nürnberger Nachrichten) 
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