Stummfilm mit Livemusik

Der müde Tod
Stummfilm von Fritz Lang (1921), 74 Min., dt. Zwischentitel
Mit Livemusik-Vertonung: Thilo Hirsch und Abril Padilla

Montag, 15.10.07,  20.00 Uhr, Spiegelzelt

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Veranstalter:18. Kulturwoche:
Die beste aller Welten
Veranstaltungsort:Spiegelzelt
Datum:Montag, 15.10.07, 20.00 Uhr
Sonstiges:Dauer: 74 Min.
15,-/erm. 10,- Euro
“Der müde Tod”, ein Schlüsselwerk des deutschen Expressionismus von Fritz Lang, wird von Abril Padilla (Klangobjekte/elektroakustische Komposition), Preisträgerin mehrerer internationaler Kompositionswettbewerbe, und Thilo Hirsch (Tromba marina) mit ungehörten Klängen und außergewöhnlichen Improvisationen live vertont. Inhalt

Gerade versucht ein jung verliebtes Paar, sich in einer Kutsche heimlich zu küssen, da wird es durch den Tod seiner irdischen Liebe beraubt. Doch der Tod gewährt der Überlebenden drei Chancen: Wenn sie den Geliebten in einer von drei Situationen retten kann, dann gewinnt er das Leben zurück. Als Schwester des Kalifen im Bagdad Harun al Raschids, als Monna Fiametta im venezianischen Karneval sowie als Gehilfin des Hofmagiers in China versucht sie zu beweisen, dass ihre Liebe stärker ist als der Tod.
Fritz Lang setzt in dem Film Attraktionen ein wie einen Derwischtanz oder die Hofstatt des kaiserlichen Chinas und vor allem heute immer noch wirksame Spezialeffekte, um dem Publikum seine Vorstellungen von Tod näher zu bringen. Musik

Totentänze finden sich in der Literatur und in der bildenden Kunst seit dem Mittelalter. Durch die Personifizierung des Todes waren sie eine Möglichkeit, den Tod in Zeiten wütender Kriege, Hungerplagen und Seuchen zu beklagen. Oft spielt der Tod ein besonderes Instrument, das Trumscheit, später Tromba marina genannt, das mit seinem schnarrenden, trompetenähnlichen Klang das Aufeinanderschlagen der Knochen im Gerippe symbolisieren sollte.

Thilo Hirsch studierte an der Schola Cantorum in Basel und ist heute einer der wenigen Experten für dieses außergewöhnliche und seltene barocke Streichinstrument. Die 21 Resonanzseiten im Inneren wurden in Vierteltönen gestimmt. Das ermöglicht nie gehörte Klangeffekte wie den Trompetenklang und vieles mehr.
Ergänzt wird dies durch eine Tonbandkomposition Abril Padillas und deren Spiel mit (teilweise verstärkten) Klangobjekten. Abril Padilla, geboren in Buenos Aires, studierte Querflöte und elektroakustische Komposition an der Universität von Buenos Aires und setzte ihre Kompositionsstudien an der Hochschule von Pantin/Paris und in Kursen bei K.-H. Stockhausen fort. Bis 2005 schloss sich ein zusätzlichen Musikwissenschaftsstudium in Paris an.

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