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26. Kulturwoche Staufen 2015

Veranstaltungsort war das historische Spiegelzelt.
Gesamtleitung: Germar Seeliger.

26. Kulturwoche:  9.- 18. Oktober 2015

Ausstellungseröffnung "Wir Nachbarn - Cartoons und Karikaturen"

Cartoons und Karikaturen der Künstler Pfuschi (CH), Max Spring (CH), Jules Stauber (CH/D) und Matthias Schwoerer (D).

Begrüßung: Herbert Lehmann, Vorstand SPK
Eröffnung: Michael Benitz, Bürgermeister
Einführung: Wolfgang Baaske, Kurator

Freitag, 9. Oktober 2015, 18.30 Uhr, Sparkasse Staufen-Breisach

Dauer der Ausstellung: 9. Oktober - 6. November 2015

Erika Stucky: Spidergirl – das Konzert


 Wenn die unerschrockenste Musikerin der Schweiz ein neues Bühnenprogramm vorlegt, kann man sich auf ein paar Eruptionen gefasst machen. Man weiß: Reduktion ist Stuckys Markenzeichen, für ihr Mini-Akkordeon und ihre Begleitmusiker sind eigenwillige Interpretationen ein Muss und eigens gedrehte Videofilme erzählen Geschichten vom Planeten Stucky - absurd, witzig, berührend.

Was kann man erwarten von jemandem mit Flowerpower-Kindheit in San Francisco und einer Jugend auf der Alp im Wallis? Erika Stucky hat aus dem „Zwischen-Allen-Stühlen“ eine helvetisch-amerikanische Tugend gemacht - aber ihre Affinität für alpenländische Musik und Geschichten drückt sich in jedem ihrer Projekte aus. Wie es wird? Zurücklehnen, zuhören, zuschauen und sich überraschen lassen.

Freitag, 9. Oktober 2015, 20 Uhr, Spiegelzelt Staufen

Eliana Burki und Band: The Swiss Alphorn Jazz

Die Alphornistin Eliana Burki, 1983 in der Schweiz geboren, brach schon als Teenagerin mit den Regeln des Instruments, was ihr in der traditionellen Musikszene nicht nur Freunde einbrachte. Doch die junge Alphornrevolutionärin war nicht davon abzubringen, den archaischen Klang des Alphorns mit jazzigen Elementen zu verbinden. Ihr Funky Swiss Alphorn Jazz machte sie mit ihrer ersten CD 2003 über die Landesgrenzen hinaus zur Attraktion, Konzerttourneen durch Europa, Asien, Nord- und Südamerika sowie Soloauftritte mit den Stuttgarter  Philharmonikern und dem Münchner Rundfunkorchester folgten und man darf die Musikerin heute mit Fug und Recht als die international erfolgreichste Vertreterin ihres Fachs bezeichnen.

Mit ihrem brandneuen Album vom Herbst 2015 ("Arcadia"), beschreitet die heute zwischen Los Angeles und der Schweiz pendelnde Musikerin wiederum neue Wege und wir freuen uns sehr, dass es gelang, Eliana Burki nach Staufen einzuladen.

In Staufen tritt Eliana Bürki mit Andi Pupato (Percussion) und dem Solis String Quartet (Vincenzo Di Donna, Violine; Luigi De Maio, Violine; Gerardo Morrone, Viola; Antonio Di Francia, Cello) auf. Das Solis String Quartet ist ein sehr bekanntes Streichquartett aus Neapel, welches man im Klassik- wie Popbereich kennt durch seine Zusammenarbeit mit der isralischen Künstlerin Noa, mit Gianna Nannini, Adriano Celentano, Andreas Vollenweider, Jovanotti, und vielen mehr. Sie spielen sowohl auf Elianas neuem Album „Arcardia“ wie auch an ausgewählten Konzerten mit. Andi Pupato ist ein Schweizer Perkussionist, dessen Tourneen mit Andreas Vollenweider, Nik Bärtsch’s Ronin, Thierry Lang u.a. ihn bereits um die halbe Welt führten.

Samstag, 10. Oktober 2015, 20 Uhr, Spiegelzelt Staufen

Schweizen

Szenische Lesung aus "Schweizen - 24 Schweizer Zukünfte" von Charles Lewinsky mit Eberhard Busch, Jasmin Islam und Jonathan Busch.

Charles Lewinsky  versteht es, die Befindlichkeit der Schweiz auf ihren pointierten Witz zuzuspitzen. Der Schweizer Autor und Regisseur beschreibt in 24 satirischen Texten 24 mögliche Zukünfte der Eidgenossenschaft - und trifft mit grandioser Komik die Gegenwart der Schweiz. Ob Besucher des Freilichtmuseums Ballenberg im Jahre 2064 erfahren, was für ein kurioses Land die Schweiz einmal war oder die aus dem Chinesischen übersetzte Gebrauchsanweisung der neuen Schweiz-Eigentümer verlesen wird  - Lewinskys Visionen sorgen für hellwaches Vergnügen. Gekonnt vorgetragen von den Protagonisten von Auerbachs Kellertheater Staufen.

Sonntag, 11. Oktober 2015, 11 Uhr, Spiegelzelt Staufen

Gardi Hutter - Die tapfere Hanna

Hier wird die umwerfend komische Geschichte von der schmuddeligen und versponnenen Wäscherin Hanna erzählt, die mehr im Kopf hat als ihre schmutzige Wäsche. Sie möchte so eine Heldin werden, wie es einst ihr großes Vorbild Jeanne d’Arc war. Mangels fremdländischer Feinde wird kurzerhand die eigene Waschküche in ein Schlachtfeld verwandelt. Hanna trägt als weibliches Gegenstück von Don Quijote ihre verrückten und absurden Schlachten gegen den grauen Alltag aus – und  wird schließlich zum komischen Opfer ihrer eigenen Hirngespinste.

Gardi Hutter, die bekannteste Clownin der Welt, steht seit über 30 Jahren auf der Bühne und hat unzählige Vorstellungen in ganz Europa, Südamerika und den USA absolviert.„Jeanne d’Arpo - Die tapfere Hanna“ gehört mit seiner Kombination von derber Erotik und poetischer Phantasie unter ihren Bühnenstücken zur absoluten Spitzenklasse.

Sonntag, 11. Oktober 2015, 20 Uhr, Spiegelzelt Staufen

Die Schweiz zu Gast in Europa


 Kabarett und Poetry Slam mit Jess Jochimsen, Hazel Brugger und Thomas C. Breuer. Hazel Brugger (Winterthur) ist der absolute Shootingstar der Schweizer Vorleseszene. Schon mit 18 gewann sie reihenweise Poetry Slams und wurde 2013, mit gerade 20 Jahren, Schweizer Meisterin. Es folgten Fernsehauftritte, Preise und Ruhm. Zu Recht! Ihre Mission ist es, den eidgenössischen Humor dunkler zu machen - sie ist auf dem besten Weg dazu. Die Basler Zeitung bezeichnet sie als „böseste Frau der Schweiz“.

Jess Jochimsen (Freiburg) ist Autor, Kabarettist, Fotograf und Musiker. Seit 1992 beschreibt er mit Texten, Liedern und Dias die Seltsamkeiten des Lebens. Von Anbeginn galt sein Interesse dabei auch Ländern, die außerhalb Europas liegen, so vor allem auch der Schweiz. Die FAZ schreibt über den Moderator des heutigen Abends: „Jochimsen ist erwachsen geworden. Weniger lustig. Aber eben ungleich komischer.“

Thomas C. Breuer (Rottweil), ist seit 1977 kabarettistisch unterwegs, darunter 30 Jahre Gastspiele in der Schweiz! Sein stets aktualisierter Bühnentrip führt nicht nur durch die Eidgenossenschaft, sondern auch durch die Schweizer Seele. Was findet der Schweizer reizvoll, womit lässt er sich reizen? Und welche Rolle spielt der „Schwob“ dabei? Humorvoll-brillant schießt der blitzgescheite Causeur seine satirischen Pfeile auf das Land der Eidgenossen.
Ein unterhaltsamer Abend für reizende wie gereizte Schweizer und für Usländr.

Montag, 12. Oktober 2015, 20 Uhr, Spiegelzelt Staufen

Starbugs - Crash Boom Bang. Die Tanzshow


 Starbugs sind seit Jahren international erfolgreich. Von New York bis Tokio haben sich die drei jungen Schweizer mit einer einzigartigen Mischung aus Tanz, Akrobatik und nonverbaler Comedy in die Herzen des Publikums gespielt. Gastspiele in über dreißig Ländern, mehr als zwanzig TV-Shows, unzählige Preise und mehrfache Auszeichnungen beim Internationalen Zirkusfestival von Monte Carlo sprechen für sich.

Jetzt präsentieren die drei Berner Jungs ihr erstes abendfüllendes Tanzprogramm. Wie lebendige Cartoons springen, tanzen und reiten sie durch ihre Sketche. Eben noch auf dem Tanzparkett, findet man sich in der nächsten Sekunde im wilden Westen und kurz darauf auf einer großen Konzertbühne wieder. Unter der Regie der genialen Nadja Sieger ("Nadeschkin") ist ein fulminantes Spektakel entstanden, das ganz ohne Worte auskommt. Präzise, schnell und ungeheuer witzig.

Dienstag, 13. Oktober 2015, 20 Uhr, Spiegelzelt Staufen

Ohne Rolf


 Das junge Luzerner Duo Jonas Anderhub und Christof Wolfisberg verblüfft mit seiner „Erlesenen Komik“ mit einer komplett neuen Kleinkunstform und  begeistert Theater-, Comedy- und Kabarettfans gleichermaßen. Eine simple Idee, genial umgesetzt: Sprechen heißt bei Ohne Rolf Blättern. Die auf tausend Plakate gedruckten knappen Sätze wie auch das Geschehen zwischen den Zeilen sind witzig, spannend und gelegentlich sogar musikalisch.

Mit ihren wortstarken Plakaten haben die beiden Schweizer einen Senkrechtstart hingelegt und sowohl den den Deutschen Prix Pantheon, den Schweizer Innovationspreis SurPrix als auch 2014 auch den Deutschen Kleinkunstpreis gewonnen. Die „Neue Zürcher Zeitung“ feierte das Duo als die Schweizer Entdeckung beim Zürcher Theaterspektakel und die „Bonner Rundschau“ schrieb: „Das Publikum im Pantheon-Theater erlebte die originellste, sympathischste und abgedrehteste Mischung aus absurdem Theater und philosophischem Kabarett, die zur Zeit auf deutschen Kleinkunstbühnen zu sehen ist.”

Mittwoch, 14. Oktober 2015, 20 Uhr, Spiegelzelt Staufen

Les Papillons - Patchwork Classics


 Was passiert, wenn einem klassischen Monumentalwerk die Ernsthaftigkeit entzogen wird, ein Popsong plötzlich wie Mozart klingt, zwei völlig gegensätzliche Musikstücke miteinander in Dialog treten oder wenn man gar nicht mehr weiß, wohin all die Melodien gehören? 100 Hits aus Klassik, Film, Rock und Pop vereinen Giovanni Reber und Michael Giertz in einer musikalischen Reise durch die Jahrhunderte, die zu einem wilden Concerto Grosso wird.

Mit atemberaubender Virtuosität, einer Prise Theatralik und subtilem Humor hält das Schweizer Duo der Musikwelt einen kreativen Spiegel vor - und verneigt sich zugleich vor ihr. „Ovationen für zwei Ausnahme-Musiker…und witzig sind die beiden Schweizer außerdem. Bisweilen geht´s ein paar Schritte in Richtung Musikclowns, und Teufelsgeiger Reber, ohnehin fast ständig in Bewegung, besticht außerdem durch seine elegante Körpersprache. Großer Beifall der Besucher.“ (Wolfsburger Nachrichten).

Donnerstag, 15. Oktober 2015, 20 Uhr, Spiegelzelt Staufen

Kinderveranstaltung "Felucca-Theater: Wo ist meine Nase?"

Ein buntes Wimmeltheater ab 4 Jahren mit viel Musik, gespielt mit offen geführten Figuren. Beim Wäscheaufhängen findet Frau Wowäscht eine kleine, traurige Clownin: Rumplina Pfeffernase. Unglaublich! Sie hat während des Schleudergangs ihre schöne rote Clownsnase verloren. Ob Rumplina wohl mit Hilfe der scharfen Beobachter aus dem Publikum ihre Nase in diesem Wäschegewimmel wiederfinden kann? Denn ein Clown ohne rote Nase, das ist doch überhaupt kein Clown!

Feluccas heißen die einfachen Barken, die seit der Antike auf dem Nil unterwegs sind. Dieser Name symbolisiert die Idee des Schweizer Figurentheaters, das – neben dem festen Atelier in Basel - seit 1994 auch zum Publikum in der Schweiz, im Elsass, in der Romandie und in Deutschland reist. Mit französischen, deutschen oder zweisprachigen Aufführungen.

Freitag, 16. Oktober 2015, 16 Uhr, Öffentliche Bibliothek Staufen (am Faust-Gymnasium)

 

Staufener Kulturwoche: Martin O. - Stimmentänzer


 Martin O. ist ein Stimmenvirtuose und einfallsreicher Musikgeschichten-­Erzähler. Mit Charme und Witz führt der Schweizer Stimmenkünstler seine Zuschauer in entlegene oder auch ganz vertraute Klangwelten: Nach Frankreich, Indien oder nach Amerika z.B., wo er die amerikanische Geldpolitik belauscht und einen Aktienkurs in D-Dur singt. Hinauf geht’s zur Alp mit traditionellem Schweizer Jodler oder in ein angeregtes Geschnatter zweier Japaner über bekannte Automarken. Martin O. lässt ganze Orchester entstehen oder singt Arien, aber auch witzige Dialoge in Phantasiesprachen. Liebesballaden wechseln sich ab mit poppigen Grooves. Alles Stimme – alles live und alles vor den Augen des faszinierten Publikums. Diese Stimme müssen Sie gesehen haben!

Aus der Begründung der Jury  für den Deutschen Kleinkunstpreis, Sparte Chanson/ Lied/Musik (2012): „Voller Körper- und sparsamer Technikeinsatz zaubern ein multimediales Kunstwerk. In einer universellen Sprache erzählt der Schweizer Martin Ulrich wunderbare Geschichten und zieht das Publikum in seine einzigartige Welt aus Tönen und Bewegungen hinein.“

Freitag, 16. Oktober 2015, 20 Uhr, Spiegelzelt Staufen

Urstimmen - The fantastic foUR stimmen


 Sie sind cool. Sie sind sexy. Sie sind die Superhelden: Rita Bänzinger, Daniel Koller, Tiziana Sarro und Stephan Schaberl. Das Quartett aus Zürich verschmilzt Szenisches, Textliches und Musikalisches zu einem bunten Strauß aus sprühendem Witz und feiner Ironie. Surreal im Spiel, begnadet mit verwandlungsreicher Körpersprache, unheilig im Ausdruck und mit ausgefeilter Lautmalerei lassen die Urstimmen ihre Stimmbänder mit allerlei möglichen und unmöglichen Kompositionen kollidieren. Sie sind sich für keinen Schlager zu schade und für keine Arie zu schlecht - Monty Python lässt grüßen. Gewinner des Comedy- und Publikumspreises beim Internationalen A-cappella-Festival "Vokal.Total Graz 2012".

Samstag, 17. Oktober 2015, 20 Uhr, Spiegelzelt Staufen

Lesung Franz Hohler


„Franz Hohler ist einer  jener Schweizer Autoren, denen die Schweiz zu klein ist, weil es in ihrem Kopf weder Grenzen noch unüberwindliche Gebirgszüge gibt … Was der Mann etwa auf seinen Spaziergängen entdeckt, entdecken manche nicht in einem halben Leben; und was er sich dazu noch ausdenkt, geht auf keine Kuhhaut.“ (B.Schulte, Badische Zeitung 10.5.2014)

Den Schweizer Schriftsteller, Kabarettisten und Liedermacher, geboren 1943 in Biel, ermutigte der Erfolg schon seines ersten musikalisch-literarischen Soloprogramms noch als junger Student, sein Studium 1965 abzubrechen und stattdessen in den Folgejahren mit Ein-Mann-Programmen in vielen Ländern Europas, in Kanada, Marokko und Tunesien herumzureisen. Neben den Kabarettisten ist in dieser Zeit der Cellist und Liedermacher getreten, vor allem aber der Schriftsteller.

Charakteristisch für Hohlers literarisches Werk ist der Wechsel zwischen politischem Engagement und reiner Fabulierlust. Oft geht er von feinen Alltagsbeobachtungen aus, die unversehens ins Absurde oder Unheimliche kippen. Das Multitalent, seit 1969 verheiratet mit der Germanistin und Psychologin Ursula Nagel und Vater von zwei Söhnen, lebt seit langem in Zürich-Oerlikon. Seine Romane, Gedichte, Theaterstücke, Kinderbücher und Erzählungen wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter dem Salzburger Stier (2008 für das Lebenswerk), dem Solothurner Literaturpreis (2013) sowie dem  Johann-Peter-Hebel-Preis (2014). Gerade erschienen: „Ein Feuer im Garten“ (Kurzgeschichten). Hohler wird aus diesem Werk lesen.

Einführung: Bettina Schulte, BZ-Kulturredakteurin.

Sonntag, 18. Oktober 2015, 11 Uhr, Spiegelzelt Staufen

Luddi - Alemannenrock

Mal witzig, mal nachdenklich und in mitreißend authentischem Sound erzählen die fünf Schwarzwälder Musiker seit 2002 in alemannischer Mundart verrückte Geschichten aus einer oft noch verrückteren Welt. Egal, ob auf der Kleinkunstbühne oder auf großen Open-Air-Bühnen, im Vorprogramm von Manfred Manns Earthband oder den Höhnern, LUDDI präsentiert sich stets mit leidenschaftlicher und ungebremster Spielfreude und wurde dafür mehrfach ausgezeichnet (u.a. Baden-Württembergischer Musikpreis und InternationalerAlemannen-Rockpreis). Konzert zum 50-jährigen Jubiläum der „Muettersproch-Gsellschaft“.

Sonntag, 18. Oktober 2015, 19 Uhr, Spiegelzelt Staufen
Kontakt:kultur@staufen.de
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